30 Masken pro Coupon: FFP2 zum Selbstkostenpreis

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Berlin -

Sechs Masken pro Coupon – und sechs Masken gratis dazu? Selbst die großzügigsten Rabattaktionen der Kollegen gehen Markus Kerckhoff nicht weit genug. Der Inhaber der Schloss Apotheke in Bergisch-Gladbach verkauft FFP2-Masken zum Selbstkostenpreis. Und weil er gut eingekauft hat, erhalten Kunden bei ihm aktuell bis zu 30 Masken pro Voucher.

Seit Beginn der Corona-Krise bieten Dagmar und Markus Kerckhoff ihren Kunden in den beiden Schloss Apotheken in Bergisch-Gladbach pandemische Artikel wie Desinfektionsmittel und Masken zum Selbstkostenpreis. Auch bei der Vergabe von FFP2-Masken an Risikopatienten kalkulieren sie ohne Aufschläge – nicht im Sinne einer Marketingaktion, sondern aus der heilberuflichen Verpflichtung, wie Kerckhoff sagt: Die Versorgung der Bevölkerung in pandemischen Notsituationen ist eben nicht das übliche Handelsgeschäft einer Apotheke.

Verkauft werden die Masken je nach Tagespreis für 90 Cent bis 1,20 Euro das Stück. Gefährdete Personen, die noch immer keine Berechtigungsscheine haben, erhalten vier weitere Masken zur Überbrückung. Und wer den Coupon seiner Kasse vorlegen kann, erhält auf Wunsch 10, 20 oder 30 Masken. „Steuergeld 1:1 in FFP2-Schutzmasken umgesetzt“, bewirbt Kerckhoff die Aktion und verrät, dass der Einkaufspreis für ihn aktuell bei 1,19 Euro liegt. Der Kunde entscheide selbst, wie seine Steuergelder verwendet würden. Im Ergebnis würden nur die Mengen abgerechnet, die tatsächlich geleistet wurden. Schließlich gehe es hier auch um die effiziente Verwendung von Steuergeldern, so Kerckhoff.

Die Eigenbeteiligung von zwei Euro muss allerdings auch bei ihm gezahlt werden – auch wenn er im Grunde keine Notwendigkeit sieht, die Nachfrage zu steuern. Seiner Meinung nach geht es ausschließlich darum, möglichst viele Menschen mit FFP2-Schutzmasken effizient und niederschwellig zu versorgen – und dies zügig angesichts der immer dramatischer werdenden Infektionslage. Aufschläge von 500 Prozent, wie sie durch die Schutzmaskenverordnung derzeit theoretisch möglich sind, findet er aber „komplett unmoralisch“. „Ein solcher Griff in die Kasse gehört sich einfach nicht“, sagt er.

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