Hauterkrankungen

Fresh-up: Akne APOTHEKE ADHOC, 20.06.2018 13:04 Uhr

Berlin - Akne ist unter Jugendlichen weit verbreitet, aber auch bei Erwachsenen kann die Hauterkrankung auftreten. Zur Therapie stehen in der Apotheke sowohl in der Selbstmedikation als auch im Rx-Bereich viele Präparate zur Verfügung. Ein Überblick zum Krankheitsbild und den Therapieoptionen.

Akne wird nach Lebensalter, Ursache und Schweregrad unterteilt. Am bekanntesten und verbreitetsten ist die Acne vulgaris. Weitere Arten sind beispielsweise Acne medicamentosa, Acne aestivalis und Acne cosmetica. Die Hauterkrankung manifestiert sich mit verschiedenen klinischen Bildern und in verschiedenen Lebensabschnitten. Sie ist weltweit die häufigste dermatologische Erkrankung. Einen höheren Schweregrad beobachtet man bei männlichen Jugendlichen und Erwachsenen, die auch etwas häufiger betroffen sind. Rund 70 bis 95 Prozent aller Jugendlichen weisen Akne-Läsionen auf, bei der Mehrzahl der Patienten erfolgt nach der Pubertät eine spontane Rückbildung. Bei einer geringen Prozentzahl kann es dabei zu einer beträchtlichen Narbenbildung kommen. Der Leidensdruck ist bei Betroffenen oft groß und die Lebensqualität leidet darunter.

Die Entstehung der Akne ist nicht monokausal zu erklären, viel mehr spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Traditionell wird die Pathogenese mit einer erhöhten Talgdrüsenaktivität mit Seborrhoe, gestörten follikulären Differenzierung und verstärkten Verhornung begründet, weiterhin werden mikrobielle Hyperkolonisation sowie Entzündungsreaktionen als Grund genannt. Aktuell werden auch verstärkt erbliche Faktoren diskutiert. Bei Frauen üben Dysmennorhoe und Schwangerschaft einen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit aus. In der Diskussion stehen auch Faktoren wie Ernährung, Klima, UV-Strahlung, Umweltfaktoren, Stress und bestimmte Erreger.

Einige Studien konnten zwischen dem Akneschweregrad und der täglichen Zahl an gerauchten Zigaretten eine klare positive Assoziation nachweisen. Zigarettenrauch enthält hohe Menge an Arachidonsäure und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, die einen Phospholipase-A2-abhängigen Signalweg initiieren, der die proinflammatorische Wirkung von Arachidonsäure weiter stimulieren kann.

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