Streit um Refinanzierungsvereinbarung

Konnektoren: Erstattung erst nach Update

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Berlin -

Der Deutsche Apothekerverband (DAV) hat seine Meinung zur Erstattungsfähigkeit des Konnektoren-Anbieters Red Medical revidiert: In einem internen Schreiben an die Geschäftsführer der Apothekerverbände und -vereine weist der DAV darauf hin, dass Konnektoren auch dann erstattet werden können, wenn sie nicht in der Apotheke stehen. Auch im Streit um die Erstattungsfähigkeit von VSDM-Konnektoren scheint eine Lösung gefunden – die aber offensichtlich alter Wein in neuen Schläuchen ist.

In den Verhandlungen über die Refinanzierung der TI-Komponenten scheint es zwischen dem DAV und dem GKV-Spitzenverband ein paar Missverständnisse gegeben zu haben: So vermeldete der DAV vor zwei Wochen in einem internen Schreiben, die bereits abgeschlossene Refinanzierungsvereinbarung sei „aufgrund einer nicht eingetretenen Bedingung nie in Kraft getreten“ – und selbst wenn, dann sei das Angebot von Red Medical, bei dem die Konnektoren nicht in der Apotheke, sondern im Rechenzentrum stehen, nicht erstattungsfähig.

Beim GKV-Spitzenverband sah man beides anders. Mittlerweile hat der DAV nochmal dort nachgefragt und sich der Sicht der Kassen angeschlossen: „Nach Rücksprache und schriftlicher Bestätigung durch den GKV-Spitzenverband kann ich Ihnen nunmehr mitteilen, dass eine Refinanzierung von Komponenten (insbesondere des Konnektors) auch möglich ist, wenn die Endgeräte nur mittelbar in der Apotheke angeschlossen werden“, heißt es in einem erneuten Schreiben an die Geschäftsführer, das APOTHEKE ADHOC vorliegt. „Entsprechend sind die Angebote unter Nutzung von Rechenzentrums-Konnektoren (unter anderem auch das Angebot von der Firma Red Medical) refinanzierungsfähig.“

Für Red Medical endet damit eine Zitterpartie um das eigene Geschäftsmodell. „Wir freuen uns sehr, dass nun auch der DAV erkannt hat, dass unsere Lösung RED telematik eine erhebliche Erleichterung des Apothekenalltags darstellt“, zeigt sich Geschäftsführer Jochen Brüggemann auf Anfrage erleichtert. Brüggemann sieht die Unsicherheit als Fehler der Verhandlungspartner, nicht als offene Frage, die noch zu klären gewesen wäre. „Tatsächlich haben wir nie daran gezweifelt, dass der Konnektor im Rechenzentrum erstattungsfähig ist. Umso erfreulicher ist es, dass wir jetzt auch offiziell die Apotheken in Deutschland damit unterstützen können.“

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