Importprämie für Apotheken

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Berlin - 84 Anträge liegen den Delegierten des diesjährigen Deutschen Apothekertages (DAT) in München vor. 17 Verbände und Kammern ­– die Hälfte der Mitgliedsorganisationen – stellen Themen zur Diskussion, die ihnen unter den Nägeln brennen. Mit jeweils 15 Anträgen am fleißigsten sind die Kollegen aus Berlin und Nordrhein, die ABDA selbst beteiligt sich an zehn Anträgen. Die Apothekerkammer das Saarlandes befasst sich auch mit dem zuletzt kontrovers diskutierten Thema Arzneimittelimporte. An der Übererfüllung der Importquote sollen die Apotheker mit 50 Prozent mitverdienen.

Anders als die ABDA schlagen die Pharmazeuten aus dem Saarland nicht die Abschaffung der Importquote vor. Traditionell hat die Kammer ein gutes Verhältnis zum Branchenprimus Kohlpharma, der in der Kleinstadt Merzig ansässig ist. Stattdessen fordert die Kammer eine Extra-Vergütung für die Apotheken, die mehr Importe abgeben als vorgeschrieben. „Die Hauptversammlung der deutschen Apothekerinnen und Apotheker regt an, auf den Gesetzgeber respektive die Vertragspartner zuzugehen, um die gesetzlichen beziehungsweise vertraglichen Voraussetzungen für eine zusätzliche Vergütung im Rahmen der Abgabe von Importen zu schaffen“, lautet der Antrag.

In der Begründung verweist die Kammer auf die Importquote. Diese bezeichne den prozentualen Umsatzanteil abzugebender importierter Arzneimittel am Fertigarzneimittel-Umsatz der Apotheken mit der jeweiligen Krankenkasse und sei auf 5 Prozent festgelegt. Mit den abgegebenen importierten Arzneimitteln habe die Apotheke eine Wirtschaftlichkeitsreserve in Höhe von 10 Prozent des mit der Importquote festgelegten Umsatzes zu erzielen.

Insbesondere im Zusammenspiel mit den heutigen Rabattverträgen entstünden hier schwierige Situationen, die für Apotheken „retaxationsträchtig“ seien. Die mit der Importquote erzielten Einsparungen stünden „außer Verhältnis zu den durch sie hervorgerufenen Belastungen“. Laut Rahmenvertrag erhält die Apotheke bei Übertreffen der Wirtschaftlichkeitsreserve lediglich eine Gutschrift. „Euro-Beträge werden nicht ausbezahlt“, so die Kammer.

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