Importquote

VAD: Apotheker widersprechen sich APOTHEKE ADHOC, 29.08.2018 09:07 Uhr

Berlin - Der Abschlussbericht der Task Force zur Aufarbeitung des Lunapharm-Skandals hatte als Konsequenz aus den Versäumnissen ein totales Importverbot gefordert. Dagegen protestiert jetzt der Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD). Mit „großer Verwunderung“ stelle man fest, dass die Task Force bei der Aufarbeitung des offensichtlich kriminellen Handelns eines „Kleinsthändlers“ und dem „eklatanten Versagen der Arzneimittelaufsicht teilweise die falschen Schlüsse“ ziehe. Dem AMK-Vorsitzenden Professor Dr. Martin Schulz wirft der VAD vor, sich politisch missbrauchen zu lassen.

Zur Beurteilung des Behördenversagens führe der vorläufige Bericht unter anderem detailreich die umfangreichen nationalen und europäischen Rechtsgrundlagen und Regularien für den Parallelhandel innerhalb des europäischen Binnenmarktes mit Arzneimitteln sowie die Aufgaben und Verpflichtungen der behördlichen Arzneimittelüberwachung auf, so der VAD. Aus dem gesamten Bericht könne jedoch in keiner Weise die Forderungen nach Streichung der Preisgünstigkeitsklausel sowie die Befürwortung für ein generelles Verbot des Parallelvertriebes von Arzneimitteln in der EU begründet abgeleitet werden, findet der Verband.

Jedoch fänden sich in den „Beurteilungen der Regelung und Begründung für ihre Streichung“ fast wortgleich die Ausführungen der ABDA/DAV wieder. Dies verwundere kaum, da mit Schulz der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker (AMK) in der Task Force sitze, der gleichzeitig als Geschäftsführer Pharmazie der ABDA die übergeordnete Instanz der AMK bildet. Die Ausführungen passten jedoch in keiner Weise zu den jährlichen „AMK Spontanberichten zu Qualitätsmängeln und unerwünschten Wirkungen“. Die sogenannten Verdachtsberichte gingen über die vergangenen Jahre in 0,2 bis 0,9 Prozent der Fälle insgesamt von Manipulationen/Fälschungen aus. Ebenso habe die AMK noch im März in einem Faktenblatt „Arzneimittelfälschungen“ berichtet, dass zwischen 1996 bis Anfang 2008 dem Bundeskriminalamt (BKA) insgesamt 49 Fälle von Arzneimittelfälschungen in der legalen Verteilerkette bekannt wurden, davon elf Totalfälschungen.

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