160.000 Euro Spesen für 47 Anträge

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Berlin - 311 Delegierte haben auf dem Deutschen Apothekertag (DAT) in Düsseldorf knapp zwei Tage lang 47 Antrage diskutiert, angenommen, verworfen oder in die ABDA-Ausschüsse zur weiteren Beratung geschickt und dabei überschlägig 160.000 Euro Spesen gekostet. Weil dieses Jahr weniger Anträge vorlagen als in den Vorjahren, endete die Beratung am vergangenen Freitag vorzeitig. Noch vor der Mittagspause sprach ABDA-Präsident Friedemann Schmidt sein Schlusswort.

Auch im vergangenen Jahr fiel das Antragsbuch mit 45 Anträgen auf 101 Seiten relativ dünn aus. Vor zwei Jahren mussten sich die Delegierten in Düsseldorf noch durch 68 Anträge und 148 Seiten wühlen. Dieses Jahr reichen 107 Seiten aus. In Fünf Kapitel waren die Anträge eingeteilt: Sicherung der Versorgung, Apothekenhonorar, Pharmazeutische Kompetenz, Digitalisierung und Berufsstand.

Die ABDA begab sich mit vier Leitanträgen in die Diskussion: Leitantrag L 1 fordert ein Verbot des Rx-Versandhandel sowie das Festhalten am einheitlichen Apothekenabgabepreis. Um diesen Antrag gruppierten sich drei weitere Anträge mit weitgehend identischer Stoßrichtung. Dieser Antrag wurde ohne Aussprache einstimmig angenommen.

Thematisiert wurden von der ABDA im zweiten Leitantrag die immer wieder aufgetretenen Lieferengpässe bei Arzneimitteln. Auch sollten die Rabattverträge „sinnvoll“ begrenzt werden, forderte die ABDA. Im Themenkomplex Lieferengpässe fanden sich des Weiteren Anträge zur Parenteralversorgung, zur Versorgung mit Schmerzpunmpen, die Forderung nach praxistauglichen Packungsgrößen für Parenteralia sowie zur Antibiotikaforschung in Deutschland. Unter dem Stichwort „Sicherstellung der Versorgung“ standen auch zwei Anträge zur Förderung des pharmazeutischen Nachwuchses zur Diskussion.

APOTHEKE ADHOC Debatte

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