Nimm zwei

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Düsseldorf - Rx-Versandverbot, Honorarreform, Lieferengpässe: Bei der politischen Diskussion zur Eröffnung des Deutschen Apothekertages (DAT) kamen die brennenden Themen zur Sprache. Doch auf dem Podium herrschte weitgehende Einigkeit. Das lag wohl auch daran, dass nur zwei Bundestagsparteien es schafften, ihre Vertreter zu entsenden. Die SPD und die Grünen ersparten sich wenige Tage vor der Bundestagswahl den Spießroutenlauf vor versammelter Apothekerschaft.

Die SPD und die Grünen hätten auf einen Auftritt beim DAT verzichtet und dringende Wahlkampftermine als Grund für die Absage angeführt, sagte der ABDA-Präsident Friedemann Schmidt in seinem Grußwort. Und so stellten sich nur die CDU-Bundestagsabgeordnete und gesundheitspolitische Sprecherin Maria Michalk und Kathrin Vogler von den Linken der Diskussion mit den Apothekern. Die Runde wurde mit dem Präsidenten der Bundesapothekerkammer, Dr. Andreas Kiefer, und Cynthia Milz, Mitglied des geschäftsführenden ABDA-Vorstands, aufgefüllt.

Angesichts dieser Konstellation herrschte zumindest beim Thema Rx-Versandverbot erwartungsgemäß auch weitgehende Einigkeit zwischen den Diskutanten. Bis zum Schluss habe die Union für ein Verbot gekämpft, sagte Michalk und versicherte, dass das Thema nach der Bundestagswahl sofort wieder von ihrer Fraktion eingebracht werden soll. „Es gibt keine Alternative dazu“, betonte die scheidende Bundestagsabgeordnete.

Aus vielen Zuschriften habe sie in den vergangenen Monaten gelernt, dass einige Menschen, die ihre Medikamente online bestellen, dies nur deshalb tun, um ihre mageren Renten aufzubessern, berichtete Michalk. Sie gaben an, auch künftig nicht mehr darauf verzichten zu wollen. „Doch diese Boni gehören eigentlich der Solidargemeinschaft“, machte sie deutlich.

APOTHEKE ADHOC Debatte

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