Schmidt: Anpassungsroutine statt Dynamisierung

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Berlin - Mit Blick auf die nach der Bundestagswahl anstehende Diskussion über das Apothekenhonorar hat die ABDA ihre politischen Forderungen modifiziert. Der jahrelange Wunsch nach einer am Preisniveau orientierten Indexierung des Apothekenhonorars wurde jetzt durch ein neues Wording ersetzt: Statt jährlicher Dynamisierung heißt es jetzt „verlässliche Anpassungsroutine“. Auch an anderer Stelle fordert die ABDA eine Neuorientierung: Bei der angestrebten Honorierung für neue Dienstleistungen möchte die ABDA die „steuerliche Diskriminierung“ beenden. Im Klartext: Gewerbe- und Umsatzsteuer müssen bei der Festsetzung des Honorars berücksichtigt werden.

ABDA-Präsident Friedemann Schmidt begründete das neue Honorar-Wording mit den regelmäßigen Absagen der Politik an die Forderung nach einer automatischen Honoraranpassung. Vor allem DAV-Chef Fritz Becker hatte in den vergangenen Jahren immer wieder diese Forderung erhoben und war damit bei der Politik auf taube Ohren gestoßen: „Wir haben immer negative Antworten von der Politik bekommen“, sagte Schmidt. Im Kern erhalte die ABDA ihre Forderung nach einer verlässlichen Honorierung aufrecht, allerdings „wollen wir nicht mehr das Instrument mitliefern“.

Das neue Wording stehe auch im Zusammenhang mit dem vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebenen Honorargutachten. Seit knapp zwei Jahren erarbeitet das Consulting-Unternehmen 2hm ein Konzept für eine Diskussion über die Reform des Apothekenhonorars. Das Gutachten soll bis Ende September dem BMWi übergeben werden. Ein Termin für die Veröffentlichung steht noch nicht fest.

Das Gutachten soll eine zuverlässige Datenbasis für die Honorardiskussion liefern und wird darüber hinaus eigene Vorschläge unterbreiten. Auch die Marge des Großhandels ist Gegenstand des Gutachtens. In der Vergangenheit hatte es Seitens der Politik immer wieder Zweifel an den von der ABDA vorgelegten Zahlen und Daten zum Apothekenhonorars gegeb

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