ABDA-Befragung

Was sich die Apotheker wünschen APOTHEKE ADHOC, 12.09.2017 13:02 Uhr

Berlin - An die nächste Bundesregierung haben die Apotheker eine klare Erwartungshaltung: Als erste Maßnahme der neuen Legislaturperiode wünschen sich 80,3 Prozent ein Rx-Versandverbot. Das geht aus einer Befragung der ABDA unter 500 Inhabern hervor. Ein neues Honorar ist vor allem kleinen Apotheken wichtig und das Projekt ARMIN haben die Apotheker offenbar abgeschrieben.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat das Rx-Versandverbot bislang nicht durch das Kabinett gebracht, die SPD hat das entsprechende Gesetzesvorhaben blockiert. Nach der Wahl will Gröhe einen neuen Anlauf nehmen, das Thema sogar zur Bedingung in etwaigen Koalitionsgesprächen zu Gesundheitsthemen machen.

Eine Festlegung von Regeln zur Anhebung des Apothekenhonorars liegt als Forderung mit 14,3 Prozent deutlich abgeschlagen dem zweiten Platz. Allerdings: Kleineren Apotheken mit 1,5 bis 2 Millionen Euro Umsatz ist dies allerdings wichtiger (24,5 Prozent).

Eine Minderheit von 3,7 Prozent wünscht sich als erste Maßnahme dagegen ein „Programm zur Bekämpfung des pharmazeutischen Nachwuchsmangels“. Die Streichung der Importquote ist sogar nur 0,7 Prozent der Befragten besonders wichtig. Letzteres war vor Jahren noch eine der Kernforderungen des Deutschen Apothekerverbands (DAV) an die Politik.

Es war eines der größten Zukunftsprojekte der Apotheker – ARMIN, die Arzneimittelinitiative Sachsen Thüringen. Gemeinsam mit Ärzten und Krankenkassen wollten die Apotheker – zunächst in den beiden Bundesländern, später bundesweit – ein ausgefeiltes Medikationsmanagementsystem etablieren.

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