„Neue Ära in der Arzneimittelversorgung“

eRezept: Gerda legt los APOTHEKE ADHOC, 07.11.2019 13:26 Uhr

Berlin - In Baden-Württemberg wurde am Donnerstag der Startschuss für das eRezept-Projekt Gerda gegeben. Ärzte der Telemedizin-Plattform Docdirekt können ab sofort elektronische Rezepte ausstellen und an Patienten senden, die wiederum eine Apotheke auswählen, von der sie ihr Arzneimittel erhalten. Zu Beginn ist der neue Service allerdings nur für Patienten in Stuttgart und im Landkreis Tuttlingen verfügbar. Das soll jedoch längst nicht alles sein: „Die Technologie hat das Potenzial, Vorlage für eine bundeseinheitliche Lösung zu sein“, so Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg.

Anwenderfreundlich, sicher und diskriminierungsfrei: So soll die neue eRezept-Technologie sein, versprechen die am Projekt Beteiligten. Patienten können sich vom Tele-Arzt in einer Video-Sprechstunde behandeln lassen. Der stellt dann ein eRezept aus und legt es auf dem Gerda-Server ab, sendet aber parallel auch einen gesicherten Schlüssel in der Docdirekt-App an den Patienten. Der kann sich dann mit diesem Schlüssel sein eRezept in der App ansehen. In einem Register kann sich der Patient eine am Projekt teilnehmende örtliche Apotheke aussuchen, der er das eRezept sendet. Gerda übermittelt dann das verschlüsselte eRezept an die ausgewählte Apotheke.

Die Apotheke wiederum weist sich digital am Gerda-Server aus, wozu sie das N-Ident-Verfahren der Netzgesellschaft Deutscher Apotheker (NGDA) nutzt. N-Ident ist eine Art digitaler Ausweis, der jede teilnehmende Apotheke eindeutig identifiziert. Erst durch diese Identifikation erhält die Apotheke Zugriff auf das eRezept, das der Patient der Apotheke zugewiesen hat. Über eine Chatfunktion kann die Apotheke Kontakt zum Patienten aufnehmen und ihm mitteilen, wann seine Arzneimittel verfügbar sind oder wann sie ihm der Botendienst bringen kann.

Auch die Abrechnung über das Rechenzentrum läuft dann digital ab. Die Abrechnung wird verschlüsselt und mit allen nötigen Informationen an das Rechenzentrum gesendet, das sie wiederum wie gewohnt zur Prüfung und Bezahlung an die zuständige Krankenkasse des Versicherten weiterleitet. Für die Apothekerschaft besonders wichtig: Der Patient hat weiterhin die freie Apothekenwahl. „Wie beim Papierrezept entscheidet allein der Patient, was mit seinem eRezept passiert“, so Hanke.

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