Ibuprofen-TTS für die Sichtwahl

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Berlin - Ibuprofen liegt im Trend, mit neuen Varianten wollen die Hersteller den Markt ausweiten. Im Januar berät der zuständige Sachverständigenausschuss über zwei Anträge auf Entlassung aus der Verschreibungspflicht. Neben der Kombination mit Coffein soll ein transdermales Pflaster auf den Markt kommen.

Dem Antrag zufolge soll Ibuprofen zur transdermalen Anwendung aus der Verschreibungspflicht entlassen werden, sofern das Pflaster keinen weiteren Wirkstoff enthält und eine Konzentration von 200 mg nicht überschreitet.

Ein transdermales therapeutisches System (TTS) mit Ibuprofen wäre ein Novum. Bislang gibt es in der Selbstmedikation nur Pflaster mit Diclofenac (Voltaren, Humantis) sowie Wärmepflaster mit Cayennepfeffer-Extrakt.

Die Beladung mit größeren Mengen Wirkstoff war auch technologisch ein Problem: Die Pflaster lösten sich ab. Im vergangenen Jahr stellten Forscher der Universität Warwick eine Methode vor, um Ibuprofen in hohen Dosen mittels eines TTS zu applizieren: Ein transparentes Polymerpflaster kann hohe Mengen des Wirkstoffes aufnehmen und über mehrere Stunden konstant freisetzen.

Für die Behandlung akuter Schmerzen eignet sich das Pflaster allerdings nur bedingt. Pro Stunde werden maximal 100 mg Ibuprofen freigesetzt. Vorteile ergeben sich aber durch die konstante Wirkstoffzufuhr über den längeren Zeitraum. Die eigens gegründete Firma Medherance hatte sich damals auf die Suche nach Vertriebspartnern gemacht.

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