Migräne-App soll Schmerz objektivieren

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Berlin - Quälende, anfallsartige einseitige Kopfschmerzen mit oder ohne Aura können unvorhersehbar sein und mehrere Tage andauern. Etwa zwölf Prozent der Menschheit ist von einer Migräne betroffen, bei der Hälfte der Patienten wurde die Erkrankung diagnostiziert. Das Berliner Startup Newsenselab hat für Migränepatienten die App M-Sense entwickelt, die potentielle Auslösefaktoren erkennt, Attacken dokumentiert und künftig ein Therapiemodul anbietet.

Die vier Gründer haben unterschiedliche Vorgeschichten. Maßgeblich beteiligt sind Stefan Greiner und Dr. Markus Dahlem. Greiner, der in eine WG lebte, war mit der Migräne aus nächster Nähe konfrontiert. Die Mitbewohnerin und deren Arbeitskolleginnen litten an den tückischen Kopfschmerzen. Greiner war an der Entwicklung des DB-Navigators beteiligt und für die Benutzerfreundlichkeit verantwortlich. Da lag es nahe, eine Software-Lösung für Migräne-Betroffene zu erarbeiten. Für das medizinische Knowhow holte er sich Dahlem ins Boot und rannte sprichwörtlich offene Türen bei dem Migräneforscher ein.

Vermuteten Greiner und seine Mitbewohnerin, das Wetter sei Schuld an der Migräne, kann Dahlem das widerlegen. Auch wenn etwa 80 Prozent auf das Wetter verweisen, ist es nur in fünf bis zehn Prozent der Migräneanfälle der Auslöser. Dahlem sieht die Gefahr, dass das Wetter ein erlernter Auslöser werden kann. Wichtig für die Betroffenen sei es, die vermeintlichen von den tatsächlichen Auslösern zu unterscheiden.

M-Sense soll die Krankheit objektivieren und den Patienten einen aktiven Umgang mit der Migräne ermöglichen. Die Zielgruppe sind „alle Betroffenen unterhalb der Chronifizierung. Patienten mit vier bis vierzehn Kopffschmerztagen pro Monat, die einen hohen Leidensdruck haben und die wiederkehrenden Attacken eine Rhythmik verfolgen“. Man spricht von episodisch häufigem Auftreten der Migräne und kann mit Hilfe der App eine leitlinienkonforme Therapie anstreben.

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