Digitalisierung

Gesundheitsapps: Mehr Schein als Sein Deniz Cicek-Görkem, 26.07.2017 14:12 Uhr

Berlin - Erinnerung an die Tabletteneinnahme, Familienplanung, Übungen für den Rücken: Patienten können immer mehr gesundheitsbezogene Daten generieren und verfolgen. Da der Markt relativ unreguliert ist, birgt dieser auch Gefahren, denn Fehlfunktionen und fehlerhafte Anwendungen können gesundheitliche Schäden verursachen. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, die in einer Studie Gesundheitsapps auf Zweck und Funktion untersucht hat.

Experten zufolge gibt es etwa 100.000 Gesundheits-Apps – bei dieser Anzahl Orientierung zu finden, ist nicht leicht. Die Verbraucherzentrale NRW hat sich daher 17 kostenlose deutschsprachige Apps aus der Kategorie „Gesundheit & Fitness“ oder „Medizin“ genauer angeschaut, die keine Zugangsbeschränkung haben.

Die Anwendungen wurden stichprobenartig anhand einer thematischen Stichwortsuche ausgewählt. Bei den Anbietern handelt es sich um sieben App-Entwickler, fünf Pharmaunternehmen, zwei Fachagenturen für Pharmakommunikation, eine Selbsthilfeorganisation, einen Arzt, ein Unternehmen, das technische Lösungen anbietet, und einen Anbieter, der nicht klar zu identifizieren ist.

Die Verbraucherzentrale kam zu dem Ergebnis, dass keine der untersuchten Apps alle Kriterien zu 100 Prozent erfüllt. Ein Zweck war bei allen Anwendungen zu entnehmen, die Zielgruppe wurde spezifisch von elf Apps genannt, zwei dagegen machten unspezifische Angaben. Elf Apps gaben medizinische Hinweise und zehn Apps gaben die Informationsquelle an. Allerdings wurden in drei Fällen unspezifische Quellen wie „ausgebildeter Privattrainer“ und „erfahrener Fitnesstrainer“ genannt. Laut Studie lieferte kein Produkt alle notwendigen Informationen sowohl in der Produktbeschreibung als auch in der App.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema

Weiteres
Markt

Nahrungsergänzungsmittel

Calcium mit D3 als Direktgranulat»

OTC-Hersteller

Bouvain: Von Sanofi zu Klosterfrau»

Packungsrelaunch

Facelift für Grippostad, Ampel für Neuroderm»
Politik

Schadenersatzprozess

Klage gegen Apothekerkammer: DocMorris muss warten»

„Rahmenvertrag missachtet“

Kammer: DocMorris ist keine Apotheke»

EU-Verordnung

Neue Regeln für bilanzierte Diäten»
Internationales

700 Betriebe machen dicht

Securpharm: Apotheken in Bulgarien streiken»

Kein mildes Urteil

Mann bricht dreimal in dieselbe Apotheke ein»

Österreich

Revolte gegen Verbandspräsident Rehak»
Pharmazie

Boxed-Warning und Indikationseinschränkung

Erhöhtes Todesrisiko für Febuxostat»

Schönheit zum Trinken

Elasten: Und das Kollagen wirkt doch»

Dosisreduktion

Colchicum: Maximal 6 mg pro Gichtanfall»
Panorama

Pharmaziestudium

Erstis: „Völlig umsonst ein 250-Seiten-Buch auswendig gelernt!“»

Kriminaliät

Brutaler Apothekenüberfall: Täter sind 15 und 16 Jahre»

Potsdam

Fluchtgefahr: Apothekenräuber will aus dem Gefängnis»
Apothekenpraxis

ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Auge um Auge, Zahn um Zahn»

Bis nachts um halb eins in der Rezeptur

PTA krank: Apotheker vor dem Nervenzusammenbruch»

Gallery of Inspiration

Zukunft testen bei VISION.A»
PTA Live

Vorübergehend nicht erreichbar

Netzausfall: Apotheke ohne Telefon und Internet »

PTA-Ausbildung

Kapsel-Premiere: 25 Prozent Abweichung mit Ibu»

Stellengesuch

„Wanted: dead or alive“»
Erkältungs-Tipps

Wahrheit oder Lüge

Erkältungsmythen: Was ist dran?»

Hühnersuppe bei Erkältung

Kochen für die Seele - Hühnersuppe»

Was Oma schon wusste

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen»