Apotheker sollen App-Berater werden

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Berlin -

Noch sind digitale Gesundheitsanwendungen für die Akteure im Gesundheitssystem oft ein blinder Fleck. Der Sozialwissenschaftler Dr. Alexander Schachinger forscht zum Thema E-Patient. In Deutschland gibt es nach seiner Analyse bereits 40 Millionen „Gesundheitssurfer“, die sich beispielsweise im Internet über Krankheiten informieren. Daher steige der Druck auf Apotheker und Ärzte, sich mit digitalen Angeboten auseinander zu setzen.

Schachinger führt seit 2010 jährlich eine Befragung unter „E-Patienten“ durch und ist damit in Deutschland Pionier des Forschungsfelds. In diesem Frühjahr erhob er Daten in einer anonymen Online-Befragung. Der Fragebogen wurde über Krankenkassen, Patientenorganisationen und Medien wie die Apotheken-Umschau verbreitet. Auch Unternehmen wie Boehringer Ingelheim und die Versandapotheke Zur Rose wiesen auf ihren Webseiten auf die Umfrage hin.

Schachinger befragte die Teilnehmer zu ihrem Nutzungsverhalten bereits etablierter Internetportale wie Jameda oder der Webseite der Apotheken-Umschau. Hinzu kamen Fragen, die auf die Marktdurchdringung von neueren Anwendungen im Gesundheitsbereich abzielten; den Apps.

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Nutzung von Online-Medikamentenchecks, die beispielsweise von der Apotheken-Umschau angeboten werden, besonders verbreitet ist: 43 Prozent gaben an, einen solchen Dienst bereits verwendet zu haben. Darüber hinaus haben 38 Prozent der Befragten bereits Arzneimittel oder medizinische Geräte im Internet gekauft.

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