Innovationsbüro soll Start-ups Beine machen

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Berlin - Eine Schneise durch den Bürokratiedschungel will das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für Start-up-Unternehmen schlagen. Mit dem neuen „Innovationsbüro“ sollen Gesundheitsapps und andere medizintechnische Innovationen schneller in die Praxis gebracht werden. „Wir müssen in Deutschland schneller voran kommen, sonst werden wir abgehängt“, sagte Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium (BMG).

Das Innovationsbüro beim BfArM hat mit zwei Mitarbeitern Mitte Januar seine Arbeit aufgenommen. Es soll Unternehmen frühzeitig bei der Zulassung von innovativen Entwicklungen beraten und begleiten. Dafür stehen in Bonn zunächst zwei Mitarbeiter zur Verfügung, an die sich Start-ups wenden können. „Dahinter steht aber die komplette Expertise des BfArM“, sagte Präsident Professor Dr. Karl Broich. Die Start-up-Beratung des BfArM ist kostenpflichtig, soll aber mit Beträgen zwischen 1500 und 2000 Euro für junge Firmen erschwinglich sein.

Start-ups und Forschungseinrichtungen seien unverzichtbare Impulsgeber für innovative Therapieoptionen, beispielsweise bei Arzneimitteln gegen Demenz, Antibiotika oder Gesundheitsapps, so Broich: „Wenn wir die gute medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten auch in Zukunft sicherstellen wollen, dürfen vielversprechende neue Arzneimittel und Medizinprodukte nicht mehr an den Informationslücken solcher Unternehmen scheitern.“ Mit dem Innovationsbüro wolle das BfArM deshalb gezielte regulatorische Hilfestellung geben und so dazu beitragen, Fehlentscheidungen in der frühen Entwicklung neuer Produkte zu vermeiden.

Laut Stroppe soll das Innovationsbüro eine „unkomplizierte erste Anlaufstelle für Start-ups, Forscher und Entwickler“ sein, die Beratung zu den formalen Anforderungen des Gesundheitsmarktes brauchen. Mit dem Innovationsbüro erweitere das BfArM seine wissenschaftliche und verfahrenstechnische Beratung um ein niedrigschwelliges Informations- und Beratungsangebot für kleine Unternehmen und Forschungszentren.

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