E-Health-Kongress

Union: Zeiten für Apotheker ändern sich Lothar Klein, 26.04.2016 11:31 Uhr

Berlin - Beim Ausbau von E-Health und der Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft wollen Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und die CDU/CSU-Fraktion aufs Tempo drücken. Apotheker und Ärzte müssen sich auf erhebliche Veränderungen einstellen: „Die Zeiten ändern sich für Ärzte und Apotheker“, fasste CDU/CSU-Fraktionsvize Gitta Connemann die Ergebnisse des gestrigen E-Health-Kongresses der Unions-Fraktion zusammen.

Der altbekannte Werbespruch „Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“ habe angesichts des rasanten E-Health-Fortschritts ausgedient, so Connemann. Die CDU/CSU-Fraktion wolle die Digitalisierung des Gesundheitssystems ausbauen, „weil wir die Chancen sehen“. Der telemedizinische Fortschritt bringe eine schnellere und bessere Versorgung der Patienten mit sich.

Für Unions-Fraktionschef Volker Kauder hat das kürzlich verabschiedete E-Health-Gesetz bereits „unglaubliche Wirkung entfaltet“, die sich in vielen neuen Anwendungen widerspiegele. Allerdings dürfe durch den Fortschritt nicht der Eindruck entstehen, dass mit den Apps Ärzte oder Apotheker zu ersetzen seien. Wichtig sei vor allem die Vernetzung bereits vorhandener Gesundheitsdaten, so Kauder. Das habe verantwortlich und mit Blick auf den Datenschutz zu geschehen. „Davon hängt der Erfolg ab“, so Kauder. Ein Datenfehler, eine gehackte Gesundheitsdatei reiche aus, um den Erfolg zu gefährden. Die Persönlichkeitsrechte der Patienten müssten unter allen Umständen geschützt werden.

In Deutschland sei es normal, zuerst die Risiken des Fortschritts zu sehen, sagte Bundesgesundheitsminister Gröhe. Deutschland müsse beim E-Health-Ausbau aber Treiber und Trendsetter werden, forderte Gröhe: „Wir müssen endlich mehr Tempo machen.“ Die Vernetzung der Gesundheitsdaten löse kritische Frage aus, aber die Chancen müssten genutzt werde. „Der Tumor hat kein Recht auf informelle Selbstbestimmung“, sagte Gröhe mit Blick auf den bereits international laufenden Aufbau von Krebsdateien. „Ich hoffe, dass sich in Deutschland die Perspektive ändert“, so Gröhe.

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