Datenschützer fürchten App-Missbrauch

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Datenschützer warnen vor dem möglichen Missbrauch der Informationen durch Gesundheits-Apps etwa durch Krankenversicherungen. Laut einer Studie nutzt in Deutschland schon fast jeder Dritte uhrenähnliche Fitness-Tracker und Smartphone-Apps zur Aufzeichnung von Trainingsdaten. Die Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern befassen sich zum Abschluss ihrer Beratungen heute in Schwerin mit der automatisierte Erfassung von Daten mittels der digitalen Gesundheitsangebote.

Mit Hilfe der Aufzeichnungen können detaillierte Risiko-Bewertungen vorgenommen und Profile für individuelle Tarife entwickelt werden, sagte der Datenschutzbeauftragte von Mecklenburg-Vorpommern, Reinhard Dankert. Das aber würde dem bisher bei Krankenversicherungen gültigen Solidarprinzip zuwiderlaufen, argumentierte Dankert. Deshalb müsse der Schutz vor Datenmissbrauch gestärkt werden.

Auch der Verbraucherzentralen-Bundesverband (vzbv) warnte bereits vor einem sorglosen Umgang mit persönlichen Daten bei digitalen Gesundheitsangeboten. Solche neuartigen Modelle, die bei gesundem Lebenswandel geringere Tarife in Aussicht stellten, seien eine Abkehr von der solidarischen Versicherung, sagte vzbv-Chef Klaus Müller. Etwa bei Gesundheits-Apps könne es für Kunden zudem bedeuten, dass plötzlich die Versicherung „rund um die Uhr auf meiner Schulter“ sitze.

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