Wearables: Zuckerbrot und Peitsche

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Berlin -

Am Körper tragbare Minicomputer werden für Verbraucher immer wichtiger. Davon geht Florian Schumacher aus, der selbst leidenschaftlicher Self-Tracker ist. Immer mehr Menschen nutzten vor allem Geräte zur Bewegungsmessung, sagte der Ingenieur bei der Digitalkonferenz VISION.A von APOTHEKE ADHOC. Einen gravierenden Einfluss von Krankenkassen auf Versicherte anhand der ermittelten Daten sieht er nicht.

Die Messung von Bewegung mit Hilfe von Geräten wie Smartwatches oder Fitnessarmbändern sei ein großer Trend, so Schumacher. Die neuen Angebote erforderten einen erhöhten Beratungsbedarf. „Hier sehe ich eine Chance für Apotheken.“ Für Pharmazeuten sei es sinnvoll, über Wearables Bescheid zu wissen und Fragen von Nutzern beantworten zu können. Denn die Verbraucher wollten schnelle Antworten und nicht lange auf einen Arzttermin warten.

Die steigenden Beratungsleistungen der digitalen Angebote seien besonders im Bereich der Telemedizin spannend. Diabetiker etwa könnten sich anhand ihrer Messwerte in Gruppen austauschen und würden dabei von einem Heilberufler betreut.

Beispiele von neuen digitalen Angeboten seien etwa Bluetooth-Schwangerschaftstests, vernetzte Fieberthermometer oder „smarte Pflaster“. Textilien mit integrierter Messtechnik seien dagegen noch zu umständlich für den Einsatz im Massenmarkt, so Schumacher. Vorreiter in Sachen Wearables sind die USA. Dort gebe es auch ein Gerät, das Nutzer bei Nichtbeachtung der Vorgaben schlimmstenfalls mit Elektrostößen bestrafe. Anwender berichteten von dem Armband „Pavlok“, mit dem man sich negative Angewohnheiten abgewöhnen könne.

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