„Apotheken in der Analogfalle“

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Berlin - Alle Welt ist online, der Versandhandel wächst. Doch es gibt auch digitale Produkte, die erklärungsbedürftig sind und eine Beratung vor Ort erfordern. Aus Sicht von Hauke Kalz vom privaten Rechenzentrum AvP haben die Apotheken beste Voraussetzungen, um ihren Kunden digitale Angebote zu machen. AvP will die Apotheken sensibilisieren, diesen Markt nicht an sich vorbei gehen zu lassen.

Apotheken stecken laut Kalz in der „analogen Falle“. Alleine in Deutschland gebe es 41 Millionen Smartphones, im Apple-Store alleine seien mehr als 18.000 Apps rund um das Thema Gesundheit gelistet. „Hersteller und Patienten sind für e-Health gerüstet. Die Frage ist, was die Apotheken dieser Zielgruppe anbieten können.“

Aus seiner Sicht hätten die Apotheker gute Chancen, um sich als erste Ansprechpartner rund um digitale Gesundheitsprodukte zu profilieren. Er verweist auf den gescheiterten Versuch des Medizintechnikherstellers Medisana, seine Produkte im Telekom-Store zu verkaufen. „Das war nicht erfolgreich, weil kein Mitarbeiter erklären konnte, was ein systolischer Blutdruck überhaupt ist.“

Apotheken hätten dieses Fachwissen, doch vielen Kollegen fehle das Interesse beispielsweise für sogenannte Wearables, also tragbare Computersysteme, die gesundheitsrelevante Werte aufzeichnen und über App-Systeme auswerten. „Die Folge: Solche Produkte werden leider bei Amazon verkauft – und nicht in der Apotheke.“

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