Wearables-Wettstreit im Gesundheitsmarkt

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Berlin - Am Anfang der Geschäfts standen einfache Fitness-Armbänder, die Schritte zählten und daraus mehr oder weniger genau die verbrauchten Kalorien errechneten. Schon damit entstand eine neue Produktkategorie. Inzwischen wagen sich die Anbieter wie Marktführer Fitbit an komplizierte Berechnungen, die tieferen Aufschluss über die Gesundheit eines Nutzers geben sollen.

So fand der französische Anbieter Withings, der in diesem Jahr von Nokia übernommen wurde, eine Möglichkeit, den Zustand von Herz und Gefäßen mit Hilfe einer Personenwaage zu ermitteln. „Schon bei unserer ersten Waage vor acht Jahren war uns ein Signal der Sensoren aufgefallen, das wir nicht so recht einordnen konnten“, erinnert sich Gründer Cedric Hutchings. Es stellte sich heraus, dass die Technik den Stoß erkannte, mit dem das Herz das Blut durch die Gefäße schickt.

Mit verfeinerten Sensoren und besserer Software misst Withings auf dieser Basis inzwischen das Tempo, mit dem das Blut durch die Gefäße fließt. Daraus liessen sich Rückschlüsse über Blutdruck und den Zustand der Gefäßwände machen. Eventuelle Bewegungen des Nutzers würden per Software herausgerechnet. Das Ganze sei nicht so präzise, dass die Waage als medizinisches Gerät anerkannt werden könnte. „Aber da steckt wirklich Wissenschaft dahinter“, versichert Hutchings, der nach der Übernahme das gesamte Geschäft von Nokia mit Gesundheitslösungen führen soll.

Der einstige Handy-Weltmarktführer, der sich mit dem Verkauf der Mobilfunk-Sparte aus dem Konsumenten-Geschäft verabschiedet hatte, sucht gerade aufs Neue den Weg in den Alltag der Verbraucher und hat dafür das Thema Gesundheit als einen zentralen Türöffner ausgemacht. Hutchings gab gerade erst die Einstellung von 100 neuen Mitarbeitern im Withings-Heimatland Frankreich bekannt.

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