„Sonst werden die Menschen auf ihre Apps hören“

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Berlin - Florian Schumacher hat sein Hobby zum Beruf gemacht: Er vermisst sich selbst und berät Unternehmen, wie sie das neue Wissen für digitale Sport-, Gesundheits- und Wellnessangebote nutzen können. Auch für Apotheken sieht er Potenzial, sich mit neuen Techniken abzugrenzen. Am Rande der Digitalkonferenz VISION.A erklärte er im Video-Interview, warum Apps das Verhältnis zwischen Arzt und Patient beeinflussen werden.

ADHOC: Wearables in der Apotheke: Wo sehen Sie Möglichkeiten?
SCHUMACHER: Wearables sind sicher auch für Apotheken spannend als Produkt im Sortiment. Der klassische Schrittzähler ist eine extrem erfolgreiche Applikation. Da gibt es einfache Lösungen, die für die klassische Apothekenzielgruppe geeignet sind. Noch spannender sind aber Selbsttests, mit denen ich meinen Vitamin D-Spiegel oder viele andere Dinge messen kann. Da wird aus meiner Sicht in Zukunft sehr viel Potential entstehen: Tests, die ich zu Hause durchführe, Pflaster, die Daten messen, und andere Dinge, die nicht klassische Wearables sind.

ADHOC: Ersetzen die Wearables dann irgendwann den Rat des Arztes oder Apotheker?
SCHUMACHER: Wearables liefern dem Patienten Informationen, die nicht immer einfach zu interpretieren sind. Insofern haben Arzt und Apotheker auch weiterhin eine wichtige Rolle. Sie müssen erklären, welche Bedeutung eine Information hat und was man tun muss , um die Werte zu verbessern. Denn der Wert als solcher ist ja kein Selbstzweck, nach wie vor muss man unter Umständen eine Therapie durchführen. Das Ganze stimmig zusammenzubringen, ist aus meiner Sicht eine Aufgabe, die der Apotheker fördern kann.

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