Zovirax duo: Bundesrat stimmt zu

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Berlin - 2 in 1 – Aciclovir und Hydrocortison gegen Lippenherpes: GlaxoSmithKline (GSK) hat grünes Licht, den Klassiker Zovirax in Kombination mit dem Kortison neu aufleben zu lassen. Der Bundesrat hat einer Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) zugestimmt.

Bislang war Aciclovir nur „in Zubereitungen als Creme zur Anwendung bei Herpes labialis in Packungsgrößen bis zu 2 g und einem Wirkstoffgehalt bis zu 100 mg je abgeteilter Arzneiform“ rezeptfrei. Mit der Zustimmung des Bundesrats ist der Wirkstoff in Zubereitungen als Creme nun auch in Kombination mit Hydrocortison in einer Konzentration von 1 Prozent des Glucocorticoids zur Therapie des Lippenherpes von der Verschreibungspflicht ausgenommen.

Laut AMVV kann die Kombination „zur Behandlung von Herpes labialis zur Verringerung des Risikos von ulzerativen Läsionen bei Erwachsenen und Kindern ab zwölf Jahren“ eingesetzt werden. Zulässig ist nach neuer Festlegung eine Packungsgröße von bis zu zwei Gramm und einem Wirkstoffgehalt von bis zu 100 mg Aciclovir je abgeteilter Arzneiform.

Der Zusatz des Glucocorticoids soll durch eine Entzündungshemmung zu einer schnelleren Wundheilung beitragen; auf diese Weise soll das Entstehen ulzerativer Läsionen verhindert werden. Nicht nur die Kombination ist neu, sondern auch der Grenzwert für Hydrocortison. Bislang gilt für Packungsgrößen bis 50 Gramm eine maximale Konzentration von 0,25 Prozent, in Behältnissen bis 30 Gramm können auch 0,5-prozentige Präparate ohne Rezept verkauft werden. Das Corticoid kann in der Selbstmedikation zur kurzzeitigen – maximal zwei Wochen andauernden – äußerlichen Anwendung zur Behandlung von mäßig ausgeprägten entzündlichen, allergischen oder juckenden Hauterkrankungen bei Patienten ab dem 6. Lebensjahr eingesetzt werden.

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