Lippenherpes: Ilon macht Aciclovir Konkurrenz

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Berlin -

Kommen Kund:innen mit einem Lippenherpes in die Apotheke, wird in der Regel ein Virustatikum als Creme für die lokale Behandlung empfohlen. Cesra macht den Klassikern mit der Ilon Lippencreme HS nun Konkurrenz: Das Kosmetikum wurde in Studien gegen Aciclovir getestet und konnte überzeugen.

Fast die Hälfte der Bevölkerung infiziert sich mindestens einmal im Leben mit Herpes labialis. Jeder fünfte leidet sogar unter wiederkehrenden Infektionen. Rund 90 Prozent weisen Antikörper gegen das auslösende HSV-1-Virus auf – bei vielen verläuft die Herpesinfektion somit asymptomatisch und unbemerkt.

Docken die Viren an die Wirtszelle an, werden sie in die Zelle eingeschleust und vermehren sich. So wird aus einer einzigen Zelle eine „Fabrik für neue Herpesviren“, verdeutlicht Professor Dr. Kristian Reich, Facharzt für Dermatologie, Venerologie und Allergologie. Bei der Erstinfektion gelangen die Viren über die sensorischen Nerven in die Ganglien. Dort werden sie vom Immunsystem kontrolliert und „überwintern“. Durch verschiedene Ereignisse wie Stress oder starke Sonneneinstrahlung kann es jedoch zur Reaktivierung kommen: Die immunologische Kontrolle geht verloren und die Viren breiten sich wieder aus. Es entstehen die typischen Bläschen.

Aciclovir als Goldstandard

Für die Akuttherapie eines Lippenherpes stehen nicht viele Möglichkeiten zur Auswahl. Oft kommen Kund:innen bereits mit einem speziellen Produktwunsch in die Apotheke. Meist werden Virustatika-haltige Cremes mit den Wirkstoffen Aciclovir oder Penciclovir empfohlen. Der aus Mikroalgen gewonnene Aktivstoff Spiralin, welcher in der Ilon Lippencreme HS enthalten ist, kann jedoch eine Alternative darstellen.

Die Alge Spirulina platensis besitzt ein Abwehrsystem gegen natürliche Feinde: Sie bildet Abwehrsubstanzen, die dem Spiralin-Extrakt antimykotische, antibakterielle, antivirale und entzündungshemmende Wirkungen verleihen. Außerdem wird die Kollagensynthese erhöht und die Zellregeneration verbessert, wodurch die Wundheilung optimiert werden soll.

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