EMA: Kein Risiko bei OTC-Ibuprofen

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Berlin -

Hochdosiertes Ibuprofen erhöht das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Zu diesem Ergebnis kommt die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) nach einer entsprechenden Prüfung. Demnach ist das Risiko des Wirkstoffs ab einer Dosierung von 2400 Milligramm genauso hoch wie das anderer nicht-steroider entzündungshemmender Präparate (NSAID), einschließlich COX-2-Hemmern und Diclofenac.

Bei täglicher Dosierung von bis zu 1200 mg gebe es kein kardiovaskuläres Risiko, so die EMA. Diese Dosis gilt als Obergrenze für die Abgabe in der Selbstmedikation. Laut EMA überwiegen daher die Vorteile von Ibuprofen den Risiken, die Experten raten aber zu einer Aktualisierung der Gebrauchsinformationen.

Demnach sollen Dosierungen von 2400 mg oder mehr bei Patienten vermieden werden, die ernste Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Kreislaufprobleme haben, sowie bei Menschen, die schon einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten.

Darüber hinaus sollen Ärzte vor Beginn einer Langzeitbehandlung sorgfältig Risikofaktoren abwägen – insbesondere dann, wenn hohe Dosen erforderlich sind. Zu den Risikofaktoren gehören Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes und ein hoher Cholesterinspiegel im Blut.

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