Analgetika

EMA prüft Ibuprofen

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Berlin -

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) prüft Ibuprofen auf seine Risiken bezüglich Herzinfarkt und Schlaganfall. Dabei geht es um die längere Einnahme und hohe Dosierungen von 2400 Milligramm. Zudem nimmt die Behörde Interaktionen von Ibuprofen und niedrig-dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) als Blutverdünner unter die Lupe. Bis Ende des Jahres soll die Prüfung abgeschlossen ein.

Die Prüfung basiert auf einer Metaanalyse aus dem vergangenen Jahr. Für hochdosiertes Ibuprofen war dort ein teilweise signifikant erhöhtes Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte festgestellt worden.

Britische Forscher hatten Daten von insgesamt 754 Studien mit 355.000 Patienten zu den nichtsteroidalen Antirheumatika Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen ausgewertet. Die Anwendung von Diclofenac war daraufhin bereits eingeschränkt worden: Der Wirkstoff soll laut EMA bei einigen Risikogrupen nicht oder erst unter genauer Abwägung von Nutzen und Risiko eingesetzt werden.

Die EMA betont, bei der Prüfung von Ibuprofen gehe es nicht um das Präparat, das von der überwältigenden Mehrheit der Patienten eingenommen werde. Ibuprofen sei eines der am häufigsten eingenommenen Präparate gegen Schmerzen und Entzündungen und hat in der üblichen Dosis ein gut bekanntes Sicherheitsprofil.

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