Portale warnen vor Ibuprofen

, Uhr
Berlin -

„Gesundheitsämter warnen vor der Einnahme von Ibuprofen“, mahnten die Internetportale „Ohmymag“ sowie Gentside im September. Das Schmerzmittel könne schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.

Wer Ibuprofen häufig und unkontrolliert einnehme, müsse mit unerwünschten Arzneimittelwirkungen rechnen. Die Portale bezogen sich in ihrer Warnung auf Meldungen des National Medical Research Council und weiterer Gesundheitsämter, die dazu rieten, Ibuprofen „möglichst durch andere Medikamente zu ersetzen“. Der Grund: Der Wirkstoff kann Auslöser „vieler Magen-Darmkrankheiten sein, die einen Großteil der Bevölkerung“ betreffen.

Weiter heißt es: „Außerdem soll es das Risiko von Herzkreislaufproblemen bei Menschen über 40 Jahren verdreifachen.“ Das gleiche gelte für andere Infektionshemmer [sic!] wie Naproxen.

Dass Analgetika unter Umständen das Herz-Kreislauf-System schädigen und gar einen Herzstillstand auslösen können, bestätigte im März eine dänische Studie, die im European Heart Journal veröffentlicht wurde. Die Forscher zogen Daten von 29.000 Herzstillstand-Patienten in Dänemark in den Jahren 2001 bis 2010 in die Studie ein. Etwa 3400 der Betroffenen hatten bis zu einen Monat vor dem Ereignis ein Schmerzmittel, darunter Nicht-Steroidale-Antirheumatika (NSAR) eingenommen. Ibuprofen wurde von 1100 Patienten eingesetzt, Diclofenac kam bei 545 Betroffenen zum Einsatz. Die Wahrscheinlichkeit eines Herzstillstandes stieg unter Diclofenac um 50 Prozent und bei Ibuprofen um 31 Prozent im Vergleich zu den Patienten, die keine Schmerzmittel einnahmen, so das Ergebnis der Forscher.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Einführung trotz winziger Testzahlen
E-Rezept: BMG hält am 1. Januar fest»
Gematik: „Tests sind aussagekräftig“
E-Rezept: Vollgas gegen die Wand»
Nicht erst ab 1. Januar
Abda: Apotheken-Impfungen jetzt!»
Podcast NUR MAL SO ZUM WISSEN
Der Spahn-Sinn hat ein Ende»
Jetzt live zum Bund-Länder-Treffen
Merkel würde für Impfpflicht stimmen»