Nebenwirkungen

Ibuprofen: Nicht so sicher wie gedacht Deniz Cicek-Görkem, 14.09.2017 13:56 Uhr

Berlin - Bekannt ist, dass COX-Hemmer als Nebenwirkung einen erhöhten Blutdruck verursachen können. Einer aktuellen Studie zufolge ist das Risiko bei Patienten mit Gelenkerkrankungen, die Ibuprofen einnehmen, besonders hoch.

Wissenschaftler des Universitätsspitals in Zürich haben in einer prospektiven, randomisierten, doppelblinden, multizentrischen Subanalyse der Precision-Studie die Sicherheit des COX-2-Hemmers Celecoxib mit der der nicht-steroidalen Antirheumatika Ibuprofen und Naproxen verglichen. Die Untersuchung konnte bereits zeigen, dass Celecoxib das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen nicht stärker erhöhte als Naproxen und Ibuprofen.

In der ergänzenden Precision-ABPM-Studie nahmen 444 US-Patienten teil, 408 litten unter Arthrose, 36 unter rheumatoider Arthritis. Alle Studienteilnehmer hatten eine Erkrankung der Herzkranzgefäße oder ein erhöhtes Risiko dafür und waren durchschnittlich 62 Jahre alt. 146 Patienten erhielten Celecoxib (zweimal täglich, 100 bis 200 mg), 151 Ibuprofen (dreimal täglich, 600 bis 800 mg). Naproxen erhielten 147 Teilnehmer (zweimal täglich, 375 bis 500 mg). Auffällig war, dass alle Patienten übergewichtig bis adipös waren.

Der Blutdruck zu Studienbeginn wurde als Referenzwert genommen. Nach vier Monaten wurde der aktuelle Blutdruck mit diesem verglichen. Um den Magen zu schützen, erhielten alle Patienten den Protonenpumpeninhibitor Esomeprazol in einer Dosierung von 20 bis 40 mg. Teilnehmer, die täglich niedrig-dosierte Acetylsalicylsäure unter 325 mg einnahmen, durften während der Untersuchung diese Therapie fortführen. 

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema