Ibuprofen zum Kleben

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Berlin - Forscher der Universität Warwick haben einen Weg gefunden, Ibuprofen in hohen Dosen mittels eines transdermalen therapeutischen Systems (TTS) zu applizieren. Ein transparentes Polymerpflaster kann hohe Mengen des Wirkstoffes aufnehmen und über mehrere Stunden konstant freisetzen. Es wäre das erste Ibuprofenpräparat in Pflasterform.

Matrixpflaster mit Opiaten sind in der Schmerztherapie gut bekannt, die Wirkstoffe werden aber aufgrund ihres Abhängigkeitspotentials nur bei schweren Erkrankungen eingesetzt. Wer sich im Alltag mit Rücken- oder Kopfschmerzen herumplagt, greift entweder zu Wärmepflastern oder schluckt Tabletten; bei Sportverletzungen oder Entzündungen werden außerdem Cremes oder Salben verabreicht.

Die Darreichungsformen haben aber auch Nachteile: Wärmepflaster wirken rein physikalisch und helfen nur begrenzt gegen Schmerzen. Tabletten sind zwar wirkungsvoll, können aber unangenehme systemische Nebenwirkungen hervorrufen. Und bei Salben ist eine akkurate Dosierung schwierig. Nach Vorstellung der englischen Wissenschaftler wäre die Verwendung von TTS mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) daher für viele Patienten die beste Darreichungsform.

Wichtigste Voraussetzung ist, dass der verwendete Wirkstoff überhaupt resorbierbar ist. Ibuprofen erschien den Forschern als Testsubstanz für die Entwicklung eines neuartigen Pflasters gut geeignet. Dieses sollte so konzipiert sein, dass auch große Mengen des Wirkstoffes gespeichert und in konstanten Dosen abgegeben werden können. Bisher gebräuchliche Materialien verloren bei hohen Wirkstoffkonzentrationen ihre Adhäsivkraft auf der Haut: Die Pflaster lösten sich ab.

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