Matrix- und Membranpflaster: Unterschiede und Anwendung

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Berlin - Schmerzmittel, Hormone, Nikotin oder Dopaminagonisten können als transdermale therapeutische Systeme (TTS) verabreicht werden. Die wirkstoffhaltigen Pflaster können in Matrix- und Membranpflaster eingeteilt werden. Worin unterscheiden sie sich und wie wendet man die Produkte an? Tipps für die Beratung.

Matrixpflaster sind sehr dünn und der Wirkstoff ist in einer Klebematrix gelöst oder suspendiert. Die undurchlässige Rückseite dient als Abdeckung. Die Klebeschicht muss auf den enthaltenen Wirkstoff abgestimmt sein, sie soll den Arzneistoffs schützen und die Freigabe steuern. Dabei können mehrere Matrixschichten hintereinander geschaltet sein. Die Freigabe kann mehrere Tage andauern und startet mit dem Aufkleben des Pflasters. Einige Produkte besitzen zusätzlich eine steuernde Membran. Ein Zerschneiden ist in einigen Fällen möglich.

Membranpflaster sind durch ein Wirkstoffreservoir gekennzeichnet, das aus einer Flüssigkeit oder einem alkoholhaltigem Hydrogel besteht. Daher sind die Pflaster sind meist dicker. Über eine Kontrollmembran, die sich zwischen dem Depot und der Haut befindet, wird die Freisetzung des gelösten Wirkstoffes gesteuert. Problematisch kann es werden, wenn die Kontrollmembran beschädigt ist und der Wirkstoff ungehindert in die Haut abgegeben wird. Wenn der Arzneistoff schlagartig freigegeben wird, spricht man von einem Dose Dumping. Daher sollten Membranpflaster nicht zerschnitten werden.

TTS sollten auf die trockene und unbehaarte Haut aufgeklebt werden. Geeignete Körperstellen können zum Beispiel Rücken, Bauch, Oberschenkel oder Oberarm sein. Hormonpflaster sollten nicht auf die Brust aufgebracht werden. Ein Aufkleben des Pflasters auf die exakt gleiche Hautstelle wird nicht empfohlen. Nach dem Aufkleben tritt die Wirkung verzögert ein, da sich ein Wirkstoffdepot in der Haut aufbaut. Nach dem Entfernen baut sich das Depot langsam wieder ab

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