Novartis warnt vor TTS-Überdosierung

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Nach Medikationsfehlern hat der schweizerische Pharmakonzern Novartis Ärzte und Pflegepersonal auf die sachgerechte Anwendung seiner Alzheimerpräparate Exelon und Prometax (beide Rivastigmin) hingewiesen. Der fehlerhafte Gebrauch der transdermalen Pflaster hat den Angaben zufolge zum Teil zu Überdosierungen des Cholinesterasehemmers geführt, mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Hypertonie und Halluzinationen.

In den meisten Fällen sei das Pflaster nicht entfernt oder es waren mehrere Pflaster gleichzeitig angewendet worden, teilte Novartis mit. Weitere häufige Fehler waren die Anwendung auf nicht empfohlenen Hautstellen oder auf demselben Areal über mehrere Wochen sowie das Zerschneiden des Pflasters in mehrere Stücke und fehlerhafte Dosierungen. Das medizinische Fachpersonal, das Pflegepersonal oder die Patienten selbst seien an diesen Fehlern beteiligt gewesen.

Um das Risiko von Überdosierungen zu verringern, hat Novartis nun weitere Informationen und Vorsichtsmaßnahmen in die Fach- und Gebrauchsinformationen aufgenommen. Zudem wurden die Fachkreise auf die korrekte Anwendung hingewiesen: Pro Tag darf nur ein transdermales Pflaster auf gesunde Haut und auf eine der empfohlenen Körperstellen aufgeklebt werden. Dazu zählen der obere oder untere Rückenbereich sowie die Oberarme und der Brustkorb. Nach 24 Stunden soll das Pflaster durch ein neues ersetzt werden. Um Hautreizungen zu minimieren, soll die mehrfache Applikation auf dieselbe Hautstelle innerhalb von 14 Tagen vermieden werden.

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