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Fresh-up: Bruch- oder Schmuckkerbe APOTHEKE ADHOC, 26.10.2017 13:39 Uhr

Berlin - Eine Kerbe auf der Tablette ist nicht automatisch die Lizenz zum Teilen. Es wird in Schmuck- und Bruchkerben unterschieden. Sie können gewollt oder aufgrund des Produktionsprozesses aufgebracht sein oder ganz fehlen. Warum geteilt werden muss, was besser im Ganzen geschluckt wird und wie man richtig teilt, zeigt der Fresh-up.

Tablettenteilen kann viele Gründe haben. Ärzte verschreiben aus Kostengründen die höhere Dosierung, denn oft ist der Preisunterschied zwischen den einzelnen Stärken nur minimal und Tabletten reichen die doppelte Zeit, wenn sie geteilt werden – so schonen Ärzte das Budget und Patienten sparen unter Umständen die Zuzahlung. Off-Label-Use, Ein- und Ausschleichen von bestimmten Wirkstoffen wie zum Beispiel Glucocorticoiden, Dosierung anhand von Laborwerten wie bei der Therapie mit Antikoagulantien oder schlichtweg Lieferengpässe können eine Teilbarkeit unerlässlich machen.

Nicht jede Tablette ist jedoch zum Teilen geeignet. Filmtabletten oder Dragees sollten aufgrund ihres Überzuges nicht geteilt werden. Dieser schützt zum einen empfindliche Wirkstoffe vor Licht und Feuchtigkeit und kann zum anderen als Geschmackskorrigenz dienen. In der Praxis empfehlen einige Ärzte ein Teilen von Finasterid 5 mg, die jedoch laut Hersteller nicht teilbar sind und auch keine Bruchkerbe, aber einen Überzug besitzen. Die Filmtabletten sollen laut Arzt gar geviertelt werden und dann zur Behandlung der androgenetische Alopezie eingesetzt werden. Ein Zerstören der Filmtablette kann jedoch mit einer Staubentwicklung verbunden sein, die Personen im Haushalt schädigen kann. Weich- oder Hartgelatinekapseln dürfen ebenfalls nicht geteilt werden, würden mit Pulver gefüllte Kapseln geöffnet, kann dieses nicht so aufgeteilt werden, dass der Wirkstoff zu gleichen Anteilen eingenommen wird.

Magensaftresistente Formulierungen sind in den meisten Fällen ebenfalls nicht teilbar. Eine Ausnahme bietet das Multi Unit Pellet System (MUPS) wie es bei dem Protonenpumpenhemmer (PPI) Esomperazol eingesetzt wird. Hier sind die einzelnen wirkstoffhaltigen Pellets mit einem magensaftresistenten Überzug versehen. Somit bleibt der Arzneistoff geschützt und der Überzug wird nicht zerstört. In anderen Fällen dient der Überzug als Magenschutz, da sonst der Arzneistoff die Magenschleimhaut reizen und schädigen könn

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