OTC-Analgetika

Weg frei für Ibuprofen-Pflaster

, Uhr
Berlin -

Erfolg für Reckitt Benckiser: Der Bundesrat hat transdermale therapeutische Systeme (TTS) mit dem Wirkstoff Ibuprofen aus der Verschreibungspflicht entlassen. Ibuprofen zum Kleben könnte bald den Markt erobern.

Der britische Konzumgüterkonzern hat sein Ibuprofen-Portfolio unter der Dachmarke Nurofen im Handel. Saft, Zäpfchen, Film- und Schmelztabletten sowie seit wenigen Tagen Kaudragees zählen zum rezeptfreien Sortiment. Der Hersteller hatte die Entlassung des nicht-steroidalen-Antirheumatikums (NSAR) aus der Verschreibungspflicht für die Anwendung als transdermales System (TTS) beantragt. Im Januar folgte der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht dem Antrag, das Bundesgesundheitsministerium (BMG) legte eine entsprechende Verordnung vor, die jetzt vom Bundesrat angenommen wurde.

Der Hersteller beantragte, die Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) dahingehend zu ändern, dass Ibuprofen auch rezeptfrei ist „zur transdermalen Anwendung als Pflaster ohne Zusatz weiterer arzneilich wirksamer Bestandteile in einer Konzentration bis zu 200 mg Ibuprofen je abgeteilter Arzneiform“. Ein entsprechendes Produkt hatte RB in der Pipeline.

Die jetzt beschlossene Fassung sieht die Freigabe von Ibuprofen „zum äußeren Gebrauch einschließlich Pflaster in einer Konzentration bis zu 6 Gewichtsprozenten“. Das BMG folgte damit dem Vorschlag des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Angesichts der Beladungsmenge läuft es aber auf dasselbe hinaus. Bislang war Ibuprofen „zum äußeren Gebrauch in einer Konzentration bis zu 5 Gewichtsprozenten“ von der Verschreibungspflicht ausgenommen.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
GKV: Großhandel soll Tamoxifen bündeln
Tamoxifen: Dreifache Zuzahlung bei Stückelung »
Mehr aus Ressort
Ohne Drogen, ohne Nebenwirkungen
Binaurale Beats – High nur durch Musik? »

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Umlautprobleme und Botendienstsorge
E-Rezept: Vor- und Nachteile in der Praxis»
Ärzt:innen warnen vor Zwangseinführung
KV Hessen: Resolution gegen das E-Rezept»
Auf antibakterielle Wirkstoffe besser verzichten
Hautcremes können dem Mikrobiom schaden»
Erste Leitlinie für Diagnose & Behandlung
Vitiligo: Wenn der Haut die Pigmente fehlen»