Nurofen kommt als Pflaster

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Berlin - Nurofen könnte es bald nicht nur als Fiebersaft, Zäpfchen sowie Kapsel, Film- und Schmelztablette geben, sondern auch als Pflaster zum Kleben. Der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht stimmte gestern für die Entlassung eines transdermalen therapeutischen Systems (TTS) mit Ibuprofen. Nun muss das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Empfehlung noch umsetzen.

Der Nurofen-Hersteller Reckitt Benckiser hatte beantragt, Ibuprofen zur transdermalen Anwendung aus der Verschreibungspflicht zu entlassen. Das Pflaster soll keinen weiteren Wirkstoff enthalten und eine Konzentration von 200 mg nicht überschreiten.

Ein TTS mit Ibuprofen wäre ein Novum. Bislang gibt es in der Selbstmedikation nur Pflaster mit Diclofenac (Voltaren, Humantis) sowie Wärmepflaster mit Cayennepfeffer-Extrakt.

Die Beladung mit größeren Mengen Wirkstoff war auch technologisch ein Problem: Die Pflaster lösten sich ab. Im vergangenen Jahr stellten Forscher der Universität Warwick eine Methode vor, um Ibuprofen in hohen Dosen mittels eines TTS zu applizieren: Ein transparentes Polymerpflaster kann hohe Mengen des Wirkstoffes aufnehmen und über mehrere Stunden konstant freisetzen.

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