Kein Ibu-Coffein für Thomapyrin

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Berlin - Unter der Marke Thomapyrin wird auf absehbare Zeit kein Produkt mit Ibuprofen und Coffein auf den Markt kommen. Der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht lehnte einen OTC-Switch für die Kombination ab.

Laut Antrag sollte die Kombination von Ibuprofen und Coffein zur oralen Anwendung bei akuten mäßig starken Schmerzen bei Erwachsenen aus der Rezeptpflicht entlassen werden. Die maximale Einzeldosis sollte bei 400 mg Ibuprofen und 100 mg Coffein liegen, die Tagesdosis auf 1200 beziehungsweise 300 mg gedeckelt werden.

Doch der Expertenausschuss lehnte den Switch mehrheitlich ab. Über die Gründe ist noch nichts bekannt, da das Protokoll zur Sitzung am Dienstag noch nicht vorliegt. Zum Problem könnte für Boehringer Ingelheim – beziehungsweise Sanofi als neuem Eigentümer der OTC-Sparte – geworden sein, dass es die Kombination bislang nicht als Rx-Variante auf dem Markt gibt.

Laut Arzneimittelgesetz (AMG) können nur Präparate von der Verschreibungspflicht befreit werden, bei denen über mindestens drei Jahre entsprechende Erfahrungen gesammelt wurden. Alternativ muss die Wirkung bei neuen Kombinationen etablierter Wirkstoffe „nach Zusammensetzung, Dosierung, Darreichungsform oder Anwendungsgebiet bestimmbar“ sein.

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