Orencia: Neue Stärken für Kinder

, Uhr
Berlin -

Bristol-Myers Squibb (BMS) hat das Portfolio von Orencia (Abatacept) erweitert: Neben den bisherigen Wirkstärken mit 125 mg und 250 mg ist das Biological nun auch in zwei weiteren Stärken speziell zur Behandlung der polyartikulären juvenilen idiopathischen Arthritis (pJIA) auf dem Markt.

Abatacept ist ein T-Zell-Co-Stimulationsmodulator und zählt zu den Biologika: Er reduziert in Kombination mit Methotrexat (MTX) die Progression der Gelenkschädigung und verbessert die körperliche Funktionsfähigkeit. Bisher stand Abatacept subkutan nur für die Behandlung von Erwachsenen mit Rheumatoider Arthritis zur Verfügung. Nun wurde das Anwendungsgebiet erweitert: Der Wirkstoff ist auch in der Kinderrheumatologie zur subkutanen Applikation in Form einer Fertigspritze verfügbar.

In Kombination mit MTX ist Orencia indiziert für die Behandlung der mäßigen bis schweren aktiven pJIA bei Patienten ab zwei Jahren, die auf eine vorherige Therapie mit krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (DMARD) – einschließlich MTX – nicht ausreichend angesprochen haben. Bei Patienten mit einer Intoleranz gegen MTX – oder wenn MTX aus anderen Gründen nicht verabreicht werden darf – kann Orencia auch als Monotherapie sowohl subkutan wie auch intravenös verabreicht werden. Die Fertigspritze bietet die Möglichkeit einer vereinfachten Behandlung zu Hause: Die subkutane Applikation ist in der Indikation pJIA jetzt in den Stärken 50 mg und 87,5 mg auf dem Markt. Ein Vorteil ist, dass die Behandlung ohne intravenöse Aufättigungsdosis begonnen und anschließend gewichtsadaptiert wöchentlich zu Hause wiederholt werden kann.

Ebenso wurde das Anwendungsgebiet für Abatacept in der Stärke à 250 mg als Pulverkonzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung erweitert: In Kombination mit MTX ist es jetzt auch zur Behandlung der mäßigen bis schweren aktiven pJIA bei Patienten ab sechs Jahren indiziert, die nicht ausreichend auf eine vorherige DMARD-Therapie, einschließlich MTX, angesprochen haben. Orencia erhielt im Jahr 2010 zunächst nur die Zulassung zur intravenösen Verabreichung von pJIA-Patienten ab sechs Jahren, wenn mindestens ein TNFi versagt hatte. Hintergrund für die jetzige Erweiterung der Anwendung ist die Aufhebung dieser Nutzungsbeschränkung, Abatacept erst nach der unzureichenden Reaktion auf mindestens einen Anti-Tumornekrosefaktor-alpha-Inhibitor (TNFi) einzusetzen.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Weiteres
Wenig Interesse an Telemedizin
Stada-Umfrage: Arzt sticht App»
EU muss Schnittstellen-Verordnung absegnen
E-Rezept: Vorerst keine Daten für Vor-Ort-Plattformen»
Verkauf auch ohne BfArM-Listung möglich
Ansturm auf Schnelltests: Ramschgefahr»
Millionen Stück ohne Sonderzulassung
Medice-Laientests: Resterampe bei Netto»
Beeinflussung von Metastasen
Palmfett, Rezeptoren und Krebs»
Strafrechtler Dr. Patrick Teubner
FAQ: Gefälschte Impfausweise»