NSAID: Erhöhtes Risiko für Herzstillstand

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Gentofte/Berlin -

Arzneistoffe wie Ibuprofen und Diclofenac sind als Schmerzmittel beliebt. Dänische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Einnahme dieser Antiphlogistika unter bestimmten Bedingungen das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen kann. Die Studie wurde im European Heart Journal veröffentlicht.

Bestimmte Schmerzmittel erhöhen das Risiko für einen Herzstillstand. Dänische Forscher zeigten in einer Studie, dass häufig verwendete nicht-steroidale Antiphlogistika wie Ibuprofen und Diclofenac in Einzelfällen schwere kardiovaskuläre Nebenwirkungen haben können. „Indem man zulässt, dass diese Mittel ohne Rezept gekauft werden können, und ohne Rat oder Einschränkungen, vermittelt man der Öffentlichkeit den Eindruck, dass sie sicher sein müssen“, sagte Gunnar Gislason, ein Autor der Studie und Kardiologe am Universitätskrankenhaus in Gentofte.

Die Risiken der untersuchten Entzündungshemmer seien prinzipiell schon lange bekannt, betonte ein Sprecher des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Über die möglichen kardiovaskulären Nebenwirkungen werde in den an die Ärzte gerichteten Fachinformationen zu den Präparaten umfassend informiert.

Die Wissenschaftler um Gislason hatten die Auswirkungen sogenannter Nicht-steroidaler Entzündungshemmer (NSAID) untersucht, zu denen neben Ibuprofen und Diclofenac etwa auch Naproxen und die COX-2-Hemmer Rofecoxib und Celecoxib zählen. Schon mehrere Untersuchungen zuvor hätten gezeigt, dass diese Arzneistoffe mit kardiovaskulären Risiken verbunden sind.

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