Embryotoxizität

Schmerzmittel in der Schwangerschaft dpa/APOTHEKE ADHOC, 17.02.2017 13:45 Uhr

Berlin - In der Schwangerschaft nimmt man besser keine Medikamente – so weit, so richtig. Haben Frauen jedoch heftige Schmerzen, dürfen sie ruhig ein Schmerzmittel nehmen. Dem Kind geht es nämlich auch immer nur so gut wie der Mutter.

Eine heftige Kopfschmerzattacke dürfen Betroffene ruhig mit Schmerzmitteln behandeln. Das gilt auch für Schwangere, sagt Professor Dr. Christof Schaefer, der sich an der Charité in Berlin mit den Auswirkungen von Medikamenten auf ungeborene Kinder beschäftigt: „Niemand muss sich mit Schmerzen quälen.“

Die werdende Mutter sollte allerdings zunächst an die frische Luft gehen, das Licht dimmen und schauen, dass sie sich nicht zu viel zumutet. Alternativ kann bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft auch zu Minzöl gegriffen werden, dass auf die Schläfen massiert wird. Helfen diese Tricks nicht oder kommt zum Kopfschmerz auch noch Übelkeit, kann sie aber auch zu Tabletten greifen.

„Die erste Wahl fällt nach wie vor auf Paracetamol. Schwangere dürfen bis zu drei Mal 1 Gramm pro Tag nehmen“, erklärt Schaefer. Er betont aber auch, dass Paracetamol-Tabletten keine Bonbons sind, die Schwangere über Wochen einnehmen sollten. „Wer damit aber ein paar Tage lang einen starken Kopfschmerz behandelt, muss sich nach derzeitigem Kenntnisstand keine Sorgen um das ungeborene Kind machen.“
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