Embryotoxizität

Schmerzmittel in Schwangerschaft und Stillzeit APOTHEKE ADHOC, 11.06.2018 13:41 Uhr

Berlin - Kopf- oder Rückenschmerzen machen auch vor Schwangeren und Stillenden nicht Halt. Sind diese unerträglich, kann der Griff zu einem Schmerzmittel unerlässlich sein. Während in der Stillzeit die Einnahme unproblematisch ist, kann diese während der Schwangerschaft mit schwerwiegenden Risiken für das Ungeborene verbunden sein.

Die Einnahme von Schmerzmitteln im Rahmen der Selbstmedikation sei in der Regel kein Grund zum Abstillen, so die Apothekerkammer Niedersachsen. Auch wenn die Arzneistoffe in die Muttermilch gingen, bestehe für den Säugling kein Risiko. Denn: Die Konzentration der meisten Wirkstoffe liege weit unterhalb der therapeutischen Säuglings-Dosis. Zudem müsse der Wirkstoff zahlreiche Barrieren überwinden, bis er im Organismus des Babys wirken könne.

Die AK Niedersachsen plädiert für einen bewussten Einsatz von Schmerzmitteln. Im Vordergrund stehe die Ursachenforschung. Vor dem Griff zur Tablette sollte möglichen Schmerzauslösern wie Schlaf- oder Flüssigkeitsmangel, fehlende Bewegung oder Stress entgegengewirkt werden. Wer jedoch unter häufigen Kopfschmerzen leidet, sollte ein Schmerztagebuch führen und an einen Arzt verwiesen werden.

Die AK Niedersachsen rät Müttern, bei Schmerzen ein Medikament mit nur einem Arzneistoff einzunehmen, der in der Stillzeit als unbedenklich eingestuft wird. Kombinationspräparate werden nicht empfohlen. Im Rahmen der Selbstmedikation seien Ibuprofen und Paracetamol besser geeignet und Acetylsalicylsäure (ASS) vorzuziehen. Stillende können jedoch mit einer Massage auf Stirn und Schläfe mit Pfefferminz- (Euminz, Klosterfrau) oder Lavendelöl gegen den Schmerz ankämpfen. Homöopathisch können Gelsemium oder Neodolor (Gelsemium/Spigelia/Iris/Cyclamen/Cimicifuga, PharmaSGP) Linderung verschaffen. Laut AK Niedersachsen seien homöopathische Arzneimittel zwar unbedenklich, aber ihre Wirkung wissenschaftlich nicht zweifelsfrei bewiesen.

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