Embryotoxizität

Schwangerschaft: Diese Arzneimittel sind tabu Dr. Kerstin Neumann, 09.02.2016 11:40 Uhr

Berlin - Dass Schwangere mit Arzneimitteln zurückhaltend sein sollten, ist bekannt. Aber welche Mittel sind unbedenklich und was ist zu tun, wenn die Patientin dauerhaft Medikamente zu sich nehmen muss? Wirkliche Gefahren gehen nur von wenigen Medikamenten aus. Diese sollte man jedoch gut kennen.

Statistisch gesehen nehmen Schwangere genauso viele Arzneimittel ein wie alle anderen Frauen, nämlich drei bis acht verschiedene Präparate. Die werdende Mutter sollte aber vorsichtig sein, welche Substanzen sie ihrem Körper und damit dem ungeborenen Kind zumutet. Wer sich selbst behandelt, verabreicht dem Kind automatisch die Wirkstoffe gleich mit – eine besondere Barriere, die das Kind vor äußeren Einflüssen schützt, gibt es nicht.

Nur für wenige Medikamente ist ein schädlicher Einfluss auf das ungeborene Kind tatsächlich belegt. Das prominenteste Beispiel ist nach wie vor Contergan, dessen Einsatz in den 1960er Jahren für Fehlbildungen von Kindern verantwortlich war. Heute sind Schädigungen dieses Ausmaßes kaum zu erwarten; zu streng sind die Vorgaben des heutigen Arzneimittelgesetzes.

Von den Behörden werden Arzneimittel nur unter zwei Bedingungen für Schwangere zugelassen: Entweder wurden klinische Studien durchgeführt, in denen die Medikamente an den werdenden Müttern getestet wurden. Alternativ muss durch jahrzehntelange Erfahrung eine Schädigung des Kindes im Mutterleib mit hoher Sicherheit ausgeschlossen sein. Liegen keine entsprechenden Daten vor, muss vom Einsatz der Medikamente abgeraten werden. Das gilt auch dann, wenn nicht klar ist, ob es überhaupt eine schädliche Wirkung gibt. Im Zweifel geht die Sicherheit vor.

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