Psoriasis

Verschärfungen für Acitretin Nadine Tröbitscher, 14.11.2016 17:23 Uhr

Berlin - Die Sicherheitsmaßnahmen für die systemische Anwendung von Retinoiden werden verschärft. Für Acicutan und Neotigason (Acitretin) wurden aufgrund der Teratogenität drei Änderungen vorgenommen.

Patienten, die mit Acitretin-haltigen Arzneimitteln behandelt werden, sollen künftig drei Jahre nach Therapieende kein Blut spenden. Bisher galt eine Sperrfrist von zwei Jahren. Frauen sollen außerdem drei statt zwei Jahre nach Behandlungsende wirksam verhüten. Ein absolutes Alkoholverbot während der Behandlung und zwei Monate darüber hinaus gilt für alle Patientinnen im gebärfähigen Alter.

Der Wirkstoff Acitretin ist zur Behandlung von Psoriasis, Ichtyosis und Lichen rubor planus zugelassen. Das Retinoid normalisiert das Wachstum und die Differenzierung von Haut- und Schleimhautzellen. Die Proliferationsrate wird gesenkt und die Hornschicht aufgelockert, oberflächliche Zellen können somit leichter abgeschilfert werden. Der Wirkstoff ist immunmodulierend und entzündungshemmend.

Die teratogene Wirkung des Wirkstoffes ist bekannt, daraus resultieren die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen. Für Frauen im gebärfähigen Alter liegt eine generelle Kontraindikation vor, es sei denn eine Schwangerschaft konnte vor Therapiebeginn ausgeschlossen werden und die Patientinnen weisen eine sichere Empfängnisverhütung vor.
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