Das Antibiotikum Cefixim kann allgemeine Störungen der Gehirnfunktion hervorrufen. Die Fachinformationen sollen um den Warnhinweis auf das Risiko einer Enzephalopathie ergänzt werden.
Unter der Einnahme des Antibiotikums Cefixim kann es zu Hirnfunktionsstörungen kommen. Das Auftreten von Enzephalopathien ist ein bekannter Klassen-Effekt bei Beta-Laktam-Antibiotika. Besonders gefährdet für eine Cefixim-assoziierte Enzephalopathie sind ältere Patienten. Aber auch Personen mit schwerer Nierenfunktionseinschränkung, sowie Menschen mit vorbestehenden Erkrankungen des zentralen Nervensystems gehören zur Risikogruppe.
Der Ausschuss für Risikobewertung (PRAC) stützt sich auf vorliegende Daten aus Literatur und Spontanberichten. Aufgrund dessen ist er zu der Auffassung gelangt, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen Cefixim und Enzephalopathie zumindest eine begründete Möglichkeit darstellt.
Deswegen sollen die Produktinformationen von Arzneimitteln, die Cefixim enthalten, entsprechend geändert werden. Die Ergänzungen wurden in den Abschnitten Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Nebenwirkungen und Überdosierung vorgenommen.
Gestützt wird die Entscheidung durch drei wesentliche Punkte:
Die Funktionsstörung des Gehirns ruft oft unspezifische Symptome hervor. Diese können schleichend oder akut auftreten. Typische Anzeichen sind:
Bei Verdacht auf entsprechende Symptome ist laut PRAC eine sofortige ärztliche Abklärung sowie gegebenenfalls eine Anpassung der Medikation zwingend erforderlich.
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