Lieferengpässe

Ibuprofen: BASF fällt bis Jahresende aus Patrick Hollstein, 14.09.2018 09:40 Uhr

Berlin - Der Engpass bei Ibuprofen wird wohl schlimmer als gedacht. BASF, einer von sechs Rohstofflieferanten weltweit, kann nach eigener Einschätzung voraussichtlich erst Ende des Jahres seine Produktion wieder aufnehmen. Eigentlich sollte die Anlage in Texas nach dem Ausfall Anfang Juni bereits im September wieder ans Netz gehen.

Die Reparatur der BASF-Anlage im texanischen Bishop zog sich länger hin als angenommen. Die Arbeiten, die in direktem Zusammenhang mit der Abstellung im Juni stehen, seien mittlerweile abgeschlossen, sagt ein Konzernsprecher. Seitdem habe man „bedeutende Fortschritte bei der Inspektion und Reparatur der Anlage gemacht“. Grund für den Produktionsstopp war ein technischer Fehler: Ein Bauteil, das für den Ablauf des Produktionsprozesses wichtig ist, war reparaturbedürftig.

Die Anlage wieder in Betrieb zu nehmen und die Kunden mit Ibuprofen zu beliefern, habe „höchste Priorität“. Doch mit der Reparatur ist es laut BASF nicht getan. Die Fabrik soll noch „gründlich“ inspiziert werden. Ziel sei es, „künftig eine sichere und zuverlässige Belieferung unserer Kunden sicherzustellen“, so der Sprecher. „Wir setzen höchste Priorität auf eine sichere und zuverlässige Produktion von Ibuprofen, insbesondere in einem Markt, der eine stabile und kontinuierliche Produktion von hochwertigen Wirkstoffen erfordert.“

Der Konzern hat ein Spezialkommando eingestellt, das jede Ecke der Fabrik unter die Lupe nehmen soll: „Zum jetzigen Zeitpunkt hat unser Projektteam am Standort einen bedeutenden Teil der Anlage überprüft, zu der insgesamt 25 Kilometer Rohrleitungen und über 150 Geräte und Bauteile gehören“, sagt der Sprecher. „Wir erwarten, die Inspektion der Anlage Ende September abschließen zu können.“

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