Liefer-und Versorgungsengpässe

Ibuprofen: Verknappung „individuell kompensierbar“ APOTHEKE ADHOC, 16.08.2018 15:14 Uhr

Berlin - Als die Experten am 4. Juli zum Jour fixe zu Lieferengpässen beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zusammenkamen, war die Tagesordnung in großen Teilen Makulatur. Neben Valsartan nahm Ibuprofen großen Raum ein, wie aus dem Protokoll zur Sitzung hervorgeht.

Ibuprofen ist knapp in deutschen Apotheken. Arzneimittel zu 600 und 800 mg sind zum Teil nicht lieferbar. Der Wirkstoff ist zwar „weder als versorgungsrelevant noch versorgungskritisch eingestuft“. Dennoch fand die „Verknappungssituation“ des nicht-steroidalen Antirheumatikums einen Platz in der Agenda des Jour Fixe.

Aller Wahrscheinlichkeit nach bleibe die angespannte Liefersituation von Ibuprofen mittelfristig noch bestehen, so die Experten von Apotheker- und Ärzteorganisationen, den Pharmaverbänden BAH, BPI und VFA und dem Großhandelsverband Phagro. Mit dabei waren außerdem das Bundesgesundheitsministerium (BMG), das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sowie weitere offizielle Stellen.

Ursache für die Situation sei die „gestiegene weltweite Anwendung von Ibuprofen.“ Diese sei „vielerorts bestätigt“. Die Lage werde jedoch verschärft, da seit dem 3. Juni ein dreimonatiger Ausfall einer Produktionsstätte in den USA die Verfügbarkeit weiter einschränke. „Eine Entspannung könnte ab 2021 zu erwarten sein, da BASF angekündigt hat, bis zu diesem Zeitpunkt eine Produktionsstätte zur Herstellung von Ibuprofen in Deutschland – in Ludwigshafen – in Betrieb zu nehmen.“ Dennoch wird „die Verknappungssituation von Ibuprofen als individuell kompensierbar eingestuft“ und „ein Versorgungsengpass nicht bestätigt“. Apotheker und Ärzte sollten „medikamentöse Alternativen in Betracht gezogen werden“.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Höhe der Löwen

Deal: Gründer revolutionieren Interdentalreinigung»

Stada-Gesundheitsreport

Jeder Vierte fragt nach „Billig-Arzneimitteln”»

Arzneimittelentsorgung

Neue Kampagne: Ins Klo ist kacke»
Politik

Grippeschutz

Via-Apotheken wollen impfen»

BPI gegen vdek

Lieferengpässe: „So werden Zahlen künstlich reduziert“»

Apothekenstärkungsgesetz

Dienstleistungen verbleiben im VOASG»
Internationales

CVS

Auch Rx-Präparate: Apothekenketten liefern mit Drohnen»

Arzneimittelversorgung

Hersteller hoffen auf Brexit-Deal»

WHO-Studie

So locken andere Länder Apotheker aufs Dorf»
Pharmazie

Atopische Dermatitis

„Emollienzien plus“: Bewusstsein für Basistherapie schärfen»

AMK-Meldung

Weitere Ringbrüche bei GinoRing, Qualitätsmängel bei Avonex»

LABOR-Download

Übersicht der Ranitidin-Rückrufe»
Panorama

FU Berlin

Erster Student der Freien Universität gestorben»

Kritik von CDU, SPD und AfD

Grünen-Politikerin für Eigenbedarf bei harten Drogen»

Aktienkurs legt zu

Biogen will Alzheimer-Mittel zulassen»
Apothekenpraxis

Negativtrend ungebrochen

Westfalen-Lippe: Wieder weniger Apotheken»

Rabattaktion zum Jubiläum

Apotheker bietet Preise wie vor 20 Jahren»

Einnahmehinweise

Apothekerinnen entwickeln Antibiotika-Aufkleber»
PTA Live

Alte Apotheke Bottrop

Zyto-Skandal: Anklage gegen zwei PTA»

Apothekenkonzerte

Kollegen mit Konzert „geflasht“»

WIRKSTOFF.A

Ein bisschen schwanger im HV»
Erkältungs-Tipps

Heilpflanzenportrait

Salbei – Heilung aus dem Mittelalter»

Phytotherapie

Schleimstoffe: Balsam für den Hals»

Bakterielle Infektionen

Mittelohrentzündung: Superinfektion des Ohrs»
Magen-Darm & Co.

Heilpflanzenporträt

Wermut – Quelle der Bitterkeit»

Dyspeptische Beschwerden 

Abwarten und Tee trinken»

Magen-Darm-Infektionen

Hygiene und Vorbeugung»
Kinderwunsch & Stillzeit

Schwangerschaftveränderung

Wenn nicht nur der Bauch wächst»

Bewegen, bewegen, bewegen

Fit durch die Schwangerschaft»

Kinderwunsch und Schwangerschaft

Schilddrüse: Problemfaktor in der Schwangerschaft? »