Lieferengpässe

Ibuprofen: Auch die Alternativen werden knapp Gabriele Hoberg, 09.03.2018 13:23 Uhr

Berlin - Ob Hustensaft, Schmerzmittel oder Nasensprays, der Vorrat solcher Medikamente schmilzt in den Apotheken massiv. Lieferengpässe bedeuten an vielen Standorten in Deutschland mittlerweile Totalausfälle von gripperelevanten Medikamenten. Besonders schwierig ist derzeit die Versorgungslage beim vierprozentigen Ibuprofen-Saft für Kinder und dem hochdosierten Ibuprofen für Erwachsene.

In Nordrhein-Westfalen sollen zahlreiche Ibuprofen-Produkte defekt sein. Neue Liefertermine werden für Ende März bis Ende April angegeben. Auch für bislang noch verfügbare Alternativen wie Nurofen werden bereits lokale Leerstände in den Lagern gemeldet.

Thomas Vogel, Pressesprecher der Düsseldorfer Apothekerkammer und Inhaber der Fürstenwall-Apotheke, sieht die Versorgung aktuell noch gesichert. Zwar seien in vielen Fällen die von den Ärzten verordneten Rabattarzneimittel nicht mehr ausreichend vorhanden, hier hätten „die Apotheker aber aufgrund ihrer pharmazeutischen Kompetenz die Möglichkeit, auf Alternativen auszuweichen”. Nach Vogels Ansicht könnten hier die Apotheker auf Analogprodukte zurückgreifen, ohne dabei später in die Retax-Falle zu laufen. Dafür müssten die Kunden auch nicht nochmal zum Arzt zurückgeschickt werden, um ein anderslautendes Rezept zu bekommen. Speziell beim Ibuprofen-Saft für Kinder gäbe es derzeit auch die Variante, den noch lieferbaren zweiprozentigen Saft anzuwenden, dann allerdings mit der doppelten Dosis, um auf die gewünschte Wirkstoffmenge zu kommen. Auf diese Weise wäre die Versorgung auch sichergestellt, so Vogel.

Ein anderes Problem bei den derzeitigen Engpässen ist in den Apotheken die Wahrnehmung der Kunden. Aus Düsseldorfer Apotheken erklärten uns wiederholt Mitarbeiter, dass sie den Kunden die Medikamente aufgrund wachsender Engpässe oft nur noch mit einer Verzögerung von zwei Tagen liefern könnten. Das wird von den schniefenden, fiebernden und hustenden Kunden dann als Totalausfall empfunden, denn sie brauchen die Medikamente ja sofort.

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