Lieferengpässe

Ibuprofen-Kindersäfte fehlen zur Grippesaison Maria Köpf, 21.02.2018 15:30 Uhr

Berlin - Bereits seit Anfang des Jahres sind Ibuprofen-Fiebersäfte von Ratiopharm nicht lieferbar. Nun meldet eine Apotheke in Karlsruhe, dass das Problem zumindest in Baden-Württemberg schon zu einem flächendeckenden Lieferengpass bei sämtlichen Ibuprofen-Generikaherstellern ausgewachsen ist. Ausgenommen sind nur noch die Marken Nurofen (Reckitt Benckiser) und Dolormin (J&J). Und die Originalpräparate sind teurer.

Apotheker Dr. Stefan Noé von der Bären-Apotheke in Karlsruhe fiel der Lieferengpass am Montag auf. Eltern kamen mit ihrem fiebernden Kind in die Apotheke: „Wir konnten nur das Antibiotikum auf dem Rezept abgeben und mussten die Eltern für den Fiebersaft vorerst vertrösten.“ Die Rabattprodukte der Kasse, Ibuflam 4 Prozent Fiebersaft und Ibu Ratio 40 mg/ml Fiebersaft, waren nicht lieferbar.

Damit fing für den Apotheker die Fiebersaft-Odyssee erst an. Es folgten diverse Kinderrezepte, die ebenfalls nur mit den Markenartikeln Nurofen und Dolormin beliefert werden konnten. Denn die günstigen Produkte können nicht mehr über den Großhandel vor Ort bezogen werden. Dazu zählen für den Raum Karlsruhe zurzeit neben Ibuflam und Ibu Ratio auch die Kindersäfte der Ratiopharm-Schwester AbZ sowie die Produkte von Stada (Ibudolor) und Aliud. Hinzu kommt der Ibuhexal-Saft.

Bei Ratiopharm ist das Problem schon länger bekannt. So hatte der Hersteller zu Jahresbeginn das Überweiser-Geschäft gestrichen, um der Rabattvertragssituation gerecht zu werden. Der Konzern hatte auf Nachfrage erklärt, dass der Engpass bei den Ibu-Säften von Ratiopharm durch eine Rohstoffverknappung ausgelöst worden sei.

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