OTC-Medikamente

Erkältung: Lücken in der Sichtwahl APOTHEKE ADHOC, 06.11.2017 14:59 Uhr

Berlin - Die Erkältungssaison hat begonnen, die Apotheken sind mit entsprechenden Medikamenten eingedeckt. In den kommenden Wochen und Monaten wird sich zeigen, ob die richtigen Mengen bevorratet wurden. Im vergangenen Jahr war die Nachfrage so groß, dass einige Hersteller vorübergehend nicht liefern konnten. Die APOSCOPE-Studie „Erkältungsmarkt 2017/2018: Was das Apothekenteam empfiehlt“ zeigt, welche Mittel in den vergangenen Monaten fehlten.

Platz 1: Bepanthen Augen- und Nasensalbe
Zwar kein klassisches Erkältungsmittel, aber gerne gegen rote und entzündete Nasen eingesetzt, war Bepanthen zuletzt das Sorgenkind von Bayer. Im Frühjahr konnte der Konzern die Augen- und Nasensalbe wochenlang nicht liefern – 38 Prozent der Teilnehmer der APOSCOPE-Studie hatten diesen Engpass noch in Erinnerung.

Die Gründe waren produktionstechnischer Natur: Bei der Einrichtung eines neuen Mixers am Standort Grenzach war es zu Problemen gekommen, einhergehend damit hatten sich technische Schwierigkeiten in der Abfülllinie ergeben. Daher waren mehrere Produkte von Bepanthen und Bepanthol nur eingeschränkt lieferfähig.

Kaum war der Lieferengpass im Sommer behoben, stand Bayer vor einem neuen Problem. Apotheken meldeten für die neu produzierten Chargen eine Phasentrennung. Bayer verwies darauf, dass ein Ausölen der enthaltenen weißen Vaseline die Ursache sei. Dieses Problem könne „grundsätzlich immer auftreten“ – der Konzern erinnerte an die Hinweise zur Lagerung.

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