Von Männer-Marken und Frauen-Verstehern

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Berlin - Beim Autokauf sind die Geschlechterrollen klar verteilt: Er will schnell anfahren, sie bequem einparken. Ob man hoch sitzen oder tief über dem Asphalt liegen möchte, ist eher eine Frage des Alters. Die Hersteller wissen jedenfalls, an welcher Zielgruppe sie sich auszurichten haben. Aber gibt es solche Phänomene auch bei OTC-Marken? Gibt es, wie die APOSCOPE-Studie „Erkältungsmarkt 2017/2018: Was das Apothekenteam empfiehlt“ zeigt.

Was kauft der Mann, wenn er erkältet ist? Welche Marken sprechen eher jüngeres Publikum an, welchen droht eine Überalterung? Und welcher Hersteller hat das beste Profil im Erkältungsmarkt? Fundierte Antworten zu diesen und vielen anderen Themen liefert die APOSCOPE-Studie zum Erkältungsmarkt, die heute erschienen ist. Befragt wurden 507 verifizierte Teilnehmer aus der Offizin, davon 275 Apothekerinnen und Apotheker und 232 PTA.

So zeichnet sich bei den wichtigsten Produkten im Erkältungsmarkt ein klares Zielgruppenprofil ab: Auf die ungestützte Frage, welche Erkältungsmarken vor allem Männer ansprechen, nannten knapp 55 Prozent der Teilnehmer Wick, knapp die Hälfte davon konkret Wick Medinait. Zum Vergleich: Nur 3,6 Prozent nannten Wick als Marke, die vor allem Frauen anspricht.

Eindeutig männlich aufgeladen ist auch Aspirin complex. 39 Prozent der Teilnehmer finden, dass Bayer mit dem Grippemittel eine überwiegend männliche Zielgruppe anspricht, während 6,7 Prozent überwiegend Frauen als Adressaten sehen. Ähnliche Werte ergab Grippostad C mit 34 vs. 8,1 Prozent. Ebenfalls eher auf eine männliche Klientel ausgerichtet – wenn auch mit deutlich geringerer Häufigkeit genannt – sind demnach Boxagrippal und ACC akut. Ebenfalls unter den Top-10 sind Nasenspray Ratiopharm, Dolo-Dobendan und Mucosolv

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