Lieferengpässe

Jetzt fehlt auch Ibu-OTC APOTHEKE ADHOC, 25.08.2018 09:10 Uhr

Berlin - Apotheken obliegt die Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln, so verlangt es zumindest das Apothekengesetz. In der Praxis ist dies jedoch nicht immer umsetzbar. Nicht weil die Apotheker nicht wollen, sondern nicht können. Denn Lieferengpässe und eingeschränkte Verfügbarkeiten bestimmend den Alltag. Dass Ibuprofen knapp ist, ist seit Langem bekannt. Nun kommt die Wirkstoffverknappung ein zweites Mal in der Selbstmedikation an.

Im November 2017 nahm das Unheil seinen Lauf. Ratiopharm sagte den Apotheken die Überweiser Ibuprofen-haltiger Fiebersäfte ab. Schon damals war aus Ulm von einer Rohstoffverknappung als Ursache die Rede. Im Februar war klar, die Säfte werden zur Grippesaison fehlen. Doch dem nicht genug, fielen in den folgenden Monaten auch verschreibungspflichtige Präparate aus. Betroffen sind vor allem die Stärken zu 600 und 800 mg. Der Engpass zieht sich durch alle Packungsgrößen.

Seit Monatsanfang gibt es eine eingeschränkte Verfügbarkeit bei Ibuhexal akut zu 400 mg. Aktuell können die meisten Großhändler wieder liefern und nur einige Packungsgrößen fallen aus. In Holzkirchen kann man dies nur bestätigen: „Wir haben bei unseren Präparaten mit dem Wirkstoff Ibuprofen zum Teil Lieferschwierigkeiten. Hintergrund sind Probleme in der Bereitstellung des Wirkstoffs. Das führt dazu, dass wir derzeit nicht immer bei allen Wirkstärken und Packungsgrößen lieferfähig sind.“

Dem Vernehmen nach war das Lager von Hexal schon Anfang August leer gelaufen. Einige Großhändler seien noch lieferfähig, heißt es. Vom Engpass nicht betroffen sei dem Vernehmen nach Ibu-Lysin. Hexal arbeite „mit Hochdruck daran, die Wirkstoffbeschaffung zu verbessern und langfristig zu sichern. Wir hoffen, bis Ende des Jahres wieder voll lieferfähig zu sein“, teilt eine Sprecherin mit.

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