Rabattarzneimittel

Lieferengpass bei Berlosin Lothar Klein, 13.06.2016 12:18 Uhr

Berlin - Schließen Krankenkassen mit nur einem Anbieter Rabattverträge, könnnen Lieferschwierigkeiten rasch zum Problem werden. Das ist jetzt bei Berlin-Chemie und seinem Schmerz- und Fiebermittel Berlosin (Metamizol) der Fall. Der Rabattpartner der Techniker Krankenkasse (TK) kann die nachfragestärkste 50er-Packung momentan nicht zur Verfügung stellen. Metamizol ist der am vierthäufigsten auf Kassenrezept verordnete Wirkstoff überhaupt.

Berlin-Chemie macht für die Probleme einen Zulieferer verantwortlich: „Wir haben Probleme beim Wirkstofflieferanten“, bestätigt ein Sprecher. „Seit letzter Woche sind wir bei Berlosin in der 50er-Packungen defekt.“ Bislang bestünden die Probleme nur bei der Großpackung. Einheiten mit 10, 20 und 30 Tabletten seien dagegen verfügbar. Der Defekt sei der TK gemeldet. Bis Ende Juli werde die 50er-Packung voraussichtlich nicht lieferbar sein, so der Sprecher. „Die Apotheker erhalten von uns problemlos eine Lieferunfähigkeitsbescheinigung.“ Damit sollte es keine Retax-Probleme bei der Abgabe eines Ersatzarzneimittels geben. Substituiert werden kann Berlosin durch Metamizol von AbZ und CT sowie Novaminsulfon Ratiopharm, Metamizol Hexal und Novaminsulfon 1A Pharma, sowie Novaminsulfon Lichtenstein und Novalgin (beide Zentiva) und Analgin (Medphano).

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