Immunsuppressiva

Neue Lieferengpässe im März Nadine Tröbitscher, 18.03.2017 09:56 Uhr

Berlin - Lieferengpässe an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu melden, ist für Hersteller eine freiwillige Sache. Aktuell sind einige Neuzugänge zu finden, darunter Nulojix (Belatacept, Bristol-Myers Squibb), das für die Prophylaxe einer Transplantatabstoßung eingesetzt wird.

Nulojix wird bis Ende des Jahres nur begrenzt verfügbar sein. Grund sei die weltweit steigende Nachfrage und eine Verzögerung in der Umstellung des Herstellungsprozesses. Dieser soll effizienter werden. Patienten, die bereits mit dem Arzneimittel behandelt werden, können weiter therapiert werden. Für sie wird das Medikament weiterhin zur Verfügung stehen. Ärzten wird jedoch dringend empfohlen, keine neuen Patienten auf Belatacept einzustellen. Die Fachkreise sollen entsprechend informiert werden. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) bestätigte aktuell eine europaweite Kontingentierung des Arzneimittels.

Das Immunsuppressivum ist als Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung im Handel. Der Wirkstoff ist in Kombination mit Corticosteroiden und einer Mycophenolsäure (MPA) für die Prophylaxe einer Transplantatabstoßung bei Erwachsenen nach einer Nierentransplantation indiziert.

Die verdünnte Lösung wird über 30 Minuten als venöse Infusion verabreicht. Die Patienten erhalten in der Einleitungsphase 10 mg/kg an Tag 1 (vor der Transplantation) und an den Tagen 5, 14 und 28 sowie am Ende der Woche 8 und Woche 12 nach der Transplantation. Eine Dosisreduktion auf 5 mg/kg findet in der Erhaltungsphase alle 4 Wochen (± drei Tage) beginnend am Ende der Woche 16 nach der Transplantation statt.

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